Sport

Medaille verpasst: Enttäuschung für Schweizer Ruderer

Roman Röösli und Barnabé Delarze werden nur Fünfter. (Bild: APA).

Roman Röösli und Barnabé Delarze werden nur Fünfter. (Bild: APA).

An der WM in Linz verpassen Gmelin und Röösli/Delarze die Medaillenränge. Die beiden Paradeboote wurden jeweils nur Fünfte.

Roman Röösli ist einer, der stets positiv bleibt. Als er sich direkt nach der Zieleinfahrt gegenüber SRF über den abgelaufenen WM-Final äussert, spricht er von einem «positiven Rennen». Dabei hat der Luzerner gemeinsam mit dem Waadtländer Barnabé Delarze soeben das grosse Ziel WMTitel verpasst und sich nur auf dem fünften Rang klassiert. Es war ein Ziel notabene, das nach den Saisonleistungen mehr als angebracht war. In diesem Jahr hatte sich das Duo nie schlechter als auf dem zweiten Rang klassiert. Bis am Sonntag.

Zwar waren die Schweizer für ihre Fahrweise untypisch gut gestartet, doch nach 1000 Metern verloren sie den Anschluss an die Chinesen, die Iren und die Polen. Mit dem fünften Rang qualifizierte sich das Schweizer Duo zwar für die Olympischen Spiele – für die hohen Ansprüche ist das aber ein kleiner Trost. Röösli und Delarze erhoffen für sich 2020 eine Olympia-Medaille.

Vor drei Monaten an der Heim-EM auf dem Rotsee holte das Duo noch sehr unglücklich mit neun Hundertstel Rückstand die Silbermedaille, diesmal fehlte deutlich mehr zum Sieg. Röösli bilanzierte:

Nun gehe es für das Duo darum, sich wieder zu steigern. «Wir können aus dieser WM unsere Lehren ziehen, damit wir in einem Jahr die Ziele erreichen.»

Auch Gmelin wird Fünfter

Jeannine Gmelin.

Jeannine Gmelin.

Ebenfalls hinter den Erwartungen zurück blieb gestern Jeannine Gmelin. Ihr fünfter Rang war aber weniger überraschend und kann auch mit Umstrukturierungen erklärt werden. Der Verband hatte Anfang Jahr Gmelins Erfolgstrainer Robin Dowell entlassen. Gmelin machte auf eigene Rechnung mit Dowell weiter und löste sich vom Schweizer Ruderverband. Vieles war neu, nicht alles hat von Anfang an funktioniert. Darum sagt sie: «Ich bin zufrieden, dass ich den Final erreicht und mich für Tokio 2020 qualifiziert habe. Das macht Mut.» Auch Gmelin will in Japan eine Olympia-Medaille gewinnen.

Schon am Samstag hat ein Schweizer Boot enttäuscht. Die EM-Dritten Patricia Merz und Fréderique Rol verpassten als Elfte die direkte Olympia-Qualifikation. Diese schaffte derweil überraschend bei den Männern der Vierer ohne mit dem achten Rang.

Meistgesehen

Artboard 1