Kunstturnen
Michael Meier tritt aus dem Nationalkader zurück

Michael Meier hat in den vergangenen dreieinhalb Jahren als Mitglied des Nationalkaders mehrfach die Schweizer Farben an internationalen Titelkämpfen, Turnieren und Länderkämpfen vertreten - nun gab er seinen Rücktritt bekannt.

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Der Kunstturner Michael Meier gibt seinen Rücktritt aus dem Nationalkader bekannt.

Der Kunstturner Michael Meier gibt seinen Rücktritt aus dem Nationalkader bekannt.

Keystone

Der Turner des TV Merenschwand war Teil der eidgenössischen Mannschaft an den Weltmeisterschaften 2013 in Antwerpen, an den Europameisterschaften 2014 in Sofia sowie an den ersten European Games 2015 in Baku. An der EM 2014 erreichte Meier den Gerätefinal am Sprung, in welchem er den 7. Rang belegte.

«Die Qualifikation für den Sprungfinal in Sofia war sicher das sportliche Highlight meiner Karriere. Doch auch die Teilnahme an der WM in Antwerpen und der Universiade 2013 in Kazan werde ich in bester Erinnerung behalten», äussert sich der 24-Jährige. «Ich denke, ich habe mein turnerisches Potential ausgeschöpft.

Durch viele kleinere Verletzungen in den letzten zwei Jahren habe ich mir einen grossen Rückstand auf die Spitze in der Schweiz eingehandelt, welchen ich, meiner Meinung nach, nicht mehr zu schliessen vermag», begründet Meier seinen Entschluss zum Rücktritt.
Vom aktiven Wettkampfsport wird sich Michael Meier noch nicht gleich verabschieden. 2017 möchte sich der Obfeldner für die Universiade in Taiwan qualifizieren und mit dem Team Aargau an den Schweizer Mannschaftsmeisterschaften den Titel verteidigen. Danach plant er, dem Turnsport als Leiter und als Vereinsturner erhalten zu bleiben.
Michael Meier hatte bereits während seiner Zeit als Nationalkaderturner ein Fernstudium in Psychologie begonnen. Er wird dieses fortsetzen und ist zurzeit noch auf der Suche nach einem Teilzeitjob.

«Ich möchte mich speziell bei meiner Familie, meinem Umfeld und allen Trainern für die Unterstützung auf meinem Weg bedanken. Ein weiterer Dank gilt meinem Verein und meinen Sponsoren», meint Meier abschliessend. (nch)

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