Champions League

Mit Cristiano Ronaldo in Richtung Final

Cristiano Ronaldo liess Real Madrid dreimal jubeln und brachte die Hoffnung zurück in jenem schwierigen Duell mit Wolfsburg.

Cristiano Ronaldo liess Real Madrid dreimal jubeln und brachte die Hoffnung zurück in jenem schwierigen Duell mit Wolfsburg.

Gegen Wolfsburg rettete Cristiano Ronaldo Madrid im Alleingang – heute kommt es gegen Manchester City zum nächsten Test. Der Portugiese dürfte trotz einer leichten Oberschenkelblessur in Manchester auflaufen. Das Ligaspiel am Wochenende liess der Superstar aus.

Ohne ihn fällt das Siegen schwer und ohne ihn wäre es für Real Madrid heute ein ganz gewöhnlicher Dienstag. 0:2 lag das Team aus der spanischen Hauptstadt nach dem Champions-League-Viertelfinalhinspiel beim VfL Wolfsburg zurück. Eine Woche später bügelte Ronaldo das Manko im Alleingang aus. Bereits nach 17. Minuten und zwei Toren von Ronaldo erloschen die Wolfsburger Hoffnungen im Bernabéu.

In der 77. Minute traf er zum dritten Mal. Ein Freistosstor, so wie früher, als er für seine gefährlichen Freistösse berüchtigt war. Wie wichtig Ronaldo auch in seiner siebten Saison bei den «Königlichen» ist, wurde am vergangenen Wochenende wieder ersichtlich.

Ronaldos Hattrick im Viertelfinal-Rückspiel gegen Wolfsburg.

Ronaldos Hattrick im Viertelfinal-Rückspiel gegen Wolfsburg.

Eine leichte Blessur am Oberschenkel verhinderte ein Mittun in der spanischen Liga gegen Rayo Vallecano. Ohne ihre Galionsfigur wirkten die Madrilenen blass und lagen nach bereits 14 Minuten mit zwei Toren zurück. Es war einzig dem katastrophalen Defensiv-Verhalten der Rayo-Abwehr zu verdanken, dass Madrid trotzdem noch zu drei Punkten kam.

Es waren wichtige drei Punkte für Madrid. Nach dem jüngsten Straucheln des FC Barcelona ist das als vorentschieden beurteilte Titelrennen wieder gänzlich neu lanciert. Nur einen Punkt trennt Madrid noch von der Spitze.

Der erste Ausfall

Es war der erste verletzungsbedingte Ausfall für Ronaldo in der laufenden Saison. Zuvor spielte er in der Primera División in jedem einzelnen der 34 Spiele durch, erzielte dabei 31 Tore und spielte 11-mal den letzen Pass. Man muss schon weit zurückgehen für das letzte Spiel, bei dem Ronaldo verletzungsbedingt fehlte. Am 31. August 2014 plagte ihn eine Oberschenkelverletzung – und prompt verlor Madrid das Spiel gegen Real Sociedad.

Für die Mannschaft von Ronaldo ist die Champions League bekanntes Terrain. Zehnmal haben sie sich bereits zum europäischen Meister erkoren. Zuletzt 2014 im Final gegen den Stadtrivalen Atlético Madrid. Im vergangenen Jahr schied Madrid im Halbfinal gegen Juventus aus.

Für Manchester City ist es die erste Halbfinalteilnahme in der Geschichte des Klubs.

Für Manchester City ist es die erste Halbfinalteilnahme in der Geschichte des Klubs.

Auf dem Weg zur 14. europäischen Finalteilnahme steht den «Königlichen» lediglich noch Manchester City im Weg. Für die «Citizens» ist es die erste Halbfinalteilnahme in der Geschichte des Klubs. Seit dem Einstieg der milliardenschweren Investoren aus Abu Dhabi 2008 misslangen ihre Ausflüge in die Champions League gründlich. In den letzten zwei Jahren war bereits im Achtelfinal Schluss, zuvor scheiterten sie schon in der Gruppenphase.

Ronaldos alter Weggefährte

Das heutige Spiel ist auch ein Aufeinandertreffen zweier alter Weggefährten. Als Ronaldo 2009 für eine Rekordablösesumme von Manchester United nach Madrid wechselte, stand dort der jetzige City-Trainer Manuel Pellegrini an der Seitenlinie. Der Chilene war von 2009 bis 2010 Trainer bei Real. Nach nur einem Jahr und einem schwachen Abschneiden in der Champions League musste aber bereits wieder gehen.

«Wir haben den Gegner, den wir haben wollten»

Manuel Pellegrini:

«Wir haben den Gegner, den wir haben wollten»

Pellegrini hat gute Erinnerungen an Ronaldo: «Er ist ein grossartiger Spieler.» Nur zu gerne aber würde Pellegrini seinem ehemaligen Club den Einzug ins Champions-League-Finale verderben. «Wir haben den Gegner, den wir haben wollten», gibt sich Pellegrini selbstbewusst.

Ein schwieriges Unterfangen: Real Madrid befindet sich in bestechender Form, die letzte Niederlage in der Liga liegt bereits zwei Monate zurück und mit Ronaldo haben sie den aktuellen Topscorer der Champions League. Bereits 16-mal traf er ins Netz – zum Rekord fehlt ihm noch ein Tor. Vielleicht egalisiert er ihn bereits heute. Überraschen würde das niemand.

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