Formel 1

Leclerc sorgt für ersten Ferrari-Sieg in Monza seit neun Jahren

Charles Leclerc gewinnt als erster Ferrari-Fahrer seit neun Jahren in Monza

Charles Leclerc gewinnt als erster Ferrari-Fahrer seit neun Jahren in Monza

Charles Leclerc beschert den Ferrari-Fans einen Freudentag. Der Monegasse gewinnt den Grand Prix von Italien vor dem Duo von Mercedes.

Die Vorfreude und die Erwartungen der Tifosi in Rot waren gross gewesen. Die am Samstag von Leclerc eroberte Pole-Position nährte ihre Hoffnung zusätzlich, dass es nach neun Jahren und dem Erfolg von Fernando Alonso im Heimrennen im Königlichen Park endlich wieder einmal zu einem Sieg eines ihrer Fahrer reichen könnte.

Leclerc erfüllte den Wunsch. Der Jungspund aus Monte Carlo tat das im grossen Stil; er blieb über die gesamte Distanz ohne grobe Fehler. Dabei war es kein leichter Weg zum zweiten Grand-Prix-Sieg innert acht Tagen. Dafür sorgte lange Zeit Lewis Hamilton, der über vier Fünftel der Distanz den Druck konstant auf den Führenden aufrecht erhielt.

Etwas aufatmen konnte Leclerc erst, als sich der Weltmeister in einer Schikane verbremste, den Notausgang nehmen musste - und so auch noch hinter seinen Stallgefährten Valtteri Bottas zurückfiel. Der Finne seinerseits vermochte wohl den Abstand zu Leclerc zu verkürzen, doch die Chance, den Monegassen zu passieren, bot sich ihm nicht mehr.

Für Leclercs Teamkollegen Sebastian Vettel war das Rennen nach wenigen Runden gelaufen. Der Deutsche liess einem Dreher gleich den nächsten Fehler folgen. Bei der Rückkehr auf die Strecke touchierte er mit dem Frontflügel den Racing Point mit Lance Stroll, der deshalb ebenfalls von der Piste kreiselte. Vettel seinerseits musste sich eine neue Frontpartie montieren lassen und fiel so an den Schluss des Fahrerfeldes zurück. Zudem wurde er auch von den Stewards für sein Manöver belangt. Auf deren Geheiss musste er noch einmal den Umweg durch die Boxengasse nehmen und dazu vor seinem Standplatz zehn Sekunden innehalten. Am Ende reichte es dem Deutschen noch zu Platz 13.

Das Team Alfa Romeo gewann dank Antonio Giovinazzi zwei WM-Punkte. Der Italiener wurde Neunter und holte damit auch Versäumtes nach. Am vergangenen Sonntag hatte er an identischer Stelle liegend mit einem selbstverschuldeten Unfall die Chance auf sein zweites zählbares Ergebnis in der Formel 1 nach Platz 10 in Österreich auf dumme Weise vergeben.

Kimi Räikkönen dagegen hat ein Wochenende zum Vergessen hinter sich. Unfällen im ersten Training am Freitag und im Qualifying am Samstag folgten ein Getriebe- und Motorwechsel, was den Start aus der Boxengasse zur Folge hatte. Des Ungemachs nicht genug. Der Finne wurde mit der gleichen Strafe belegt wie Vettel, weil er beziehungsweise die Crew bei der Reifenwahl reglementswidrig vorgegangen war. Räikkönen kam so nicht über Platz 15 hinaus.

Monza. Grand Prix von Italien (53 Runden à 5,793 km/306,720 km): 1. Charles Leclerc (MON), Ferrari, 1:15:26,665 (243,930 km/h). 2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, 0,835 zurück. 3. Lewis Hamilton (GBR), Mercedes, 35,199. 4. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, 45,515. 5. Nico Hülkenberg (GER), Renault, 58,165. 6. Alexander Albon (THA), Red Bull-Honda, 59,315. 7. Sergio Perez (MEX), Racing Point-Mercedes, 73,802. 8. Max Verstappen (NED), Red Bull-Honda, 74,492. 9. eine Runde zurück: Antonio Giovinazzi (ITA), Alfa Romeo-Ferrari. 10. Lando Norris (GBR), McLaren-Renault. 11. Pierre Gasly (FRA), Toro Rosso-Honda. 12. Lance Stroll (CAN), Racing Point-Mercedes. 13. Sebastian Vettel (GER), Ferrari. 14. George Russell (GBR), Williams-Mercedes. 15. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo-Ferrari. 16. Romain Grosjean (FRA/SUI), Haas-Ferrari. 17. zwei Runden zurück: Robert Kubica (POL), Williams-Mercedes. - 20 Fahrer gestartet, 17 klassiert. - Schnellste Runde: Hamilton (51.) mit 1:21,779 (255,014 km/h).

Ausfälle. Carlos Sainz (ESP), McLaren-Renault (28. Runde/6. Platz): Loses rechtes Vorderrad nach Montage-Fehler. Daniil Kwjat (RUS), Toro Rosso-Honda (30./6.): Ölleck. Kevin Magnussen (DEN), Haas-Ferrari (44./14.): Hydraulik.

Startaufstellung: 1 Leclerc 1:19,307 (262,962 km/h). 2 Hamilton 0,039 zurück. 3 Bottas 0,047. 4 Vettel 0,150. 5 Ricciardo 0,532. 6 Hülkenberg 0,742. 7 Sainz 1,148. 8 Albon (ohne Zeit). 9 Stroll (ohne Zeit). - Nach dem zweiten Teil des Qualifyings ausgeschieden: 10 Giovinazzi. 11 Magnussen. 12 Kwjat. - Nach dem ersten Teil des Qualifyings ausgeschieden: 13 Grosjean. 14 Russell. 15 Kubica. 16* Norris. 17* Gasly. 18* Perez. 19* Verstappen. Räikkönen (Start aus der Boxengasse/Getriebe- und Motorwechsel). - * Rückversetzung (Motorwechsel). - Tagesbestzeit: Leclerc im dritten Teil. - 20 Fahrer im Qualifying.

WM-Stand (14/21). Fahrer: 1. Hamilton 284 (3)*. 2. Bottas 221 (2)*. 3. Verstappen 185 (3)*. 4. Leclerc 182 (2)*. 5. Vettel 169 (2)*. 6. Gasly 65 (2)*. 7. Sainz 58. 8. Ricciardo 34. 9. Albon 34. 10. Kwjat 33. 11. Hülkenberg 31. 12. Räikkönen 31. 13. Perez 27. 14. Norris 25. 15. Stroll 19. 16. Magnussen 18. 17. Grosjean 8. 18. Giovinazzi 3. 19. Kubica 1. - Teams: 1. Mercedes 505 (5)*. 2. Ferrari 351 (4)*. 3. Red Bull-Honda 266 (5)*. 4. McLaren-Renault 83. 5. Renault 65. 6. Toro Rosso-Honda 51. 7. Racing Point-Mercedes 46. 8. Alfa Romeo-Ferrari 34. 9. Haas-Ferrari 26. 10. Williams-Mercedes 1. - * Zusatzpunkt für die schnellste Runde im Rennen.

Nächstes Rennen: Grand Prix von Singapur in Singapur am 22. September.

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