Der siebenfache Formel-1-Weltmeister wird von seiner Familie daheim im Waadtland abgeschirmt. Nur der engste Freundeskreis weiss wirklich, wie es um die Formel-1-Legende steht. Einer davon ist Jean Todt, der aktuelle Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA. Der 72-jährige feierte zwischen 1996 und 2006 als Ferrari-Teamchef zusammen mit Schumacher fünf Fahrertitel und sechs Konstrukteurentitel.

"Die Beziehung ist enger als je zuvor", erzählte Todt kürzlich in einem Interview mit "Sport Bild". Sie beide seien sich schon vor dem Unfall sehr nahe gewesen, die Beziehung sei in den letzten Jahren aber noch viel intensiver geworden. "Ich besuche ihn regelmässig. Im November habe ich zum Beispiel den Grand Prix von Brasilien bei ihm zuhause angeschaut."

Auch die Beziehung zu Corinna Schumacher und den Kindern Mick und Gina-Maria ist noch enger geworden. "Früher nahm Michael oft seinen Sohn mit nach Italien. Sie haben dann bei mir zuhause geschlafen. Wir hatten einen Garten mit Hühnern. Ich erinnere mich, wie der kleine Mick zusammen mit meiner Frau Michelle die Tiere immer gejagt hat. Heute ist Mick schon ein fast erwachsener Mann und hat eine grosse Rennfahrer-Karriere vor sich."

Am Samstag, 29. Dezember jährt sich Schumachers Unfalltag zum fünften Mal, am Donnerstag, 3. Januar wird der siebenfache Weltmeister mit 91 GP-Siegen ein halbes Jahrhundert alt. Zu Ehren des 50. Geburtstages eröffnet an diesem Tag Ferrari eine Sonderausstellung in Maranello. In einer Mitteilung schreibt Ferrari, dass die Ausstellung eine ganz besondere sei und "als Feier und als Zeichen der Dankbarkeit gedacht ist für den erfolgreichsten aller Ferrari-Fahrer. Michael Schumacher hat einen ganz besonderen Platz in der Historie von Ferrari."