Motorrad

Tom Lüthi verpasst die Top Ten

Die WM-Punkte bleiben vorerst ausser Reichweite: Jason Dupasquier

Die WM-Punkte bleiben vorerst ausser Reichweite: Jason Dupasquier

Tom Lüthi verpasst beim Grand Prix von Katalonien in der Nähe von Barcelona als Elfter in der Moto2 erstmals seit Anfang August die Top Ten. «Das reicht nicht», zeigt er sich enttäuscht.

Lüthi konnte am Tag, nachdem er seinen Abschied aus dem IntactGP-Team auf die kommende Saison angekündigt hatte, von Startplatz 11 nie in den Kampf um die vorderen Ränge eingreifen. Der 34-jährige Berner bewegte sich während des gesamten Rennens im Mittelfeld auf den Positionen 10 bis 13. Am Ende verlor er den Fight um die Top Ten ausgerechnet gegen seinen (Noch-)Teamkollegen Marcel Schrötter.

"Wir sind heute wirklich beide weit weg", musste Lüthi konstatieren. "Das ist schade." In den letzten vier Rennen hatte er mit den Rängen 7, 5, 6 und 9 Aufwärtstendenz gezeigt, die er nun auf dem Circuit de Catalunya nicht bestätigen konnte. Der 125er-Weltmeister von 2015 erlebt - mit Ausnahme des missglückten Abstechers in die MotoGP vor zwei Jahren - seine enttäuschendste Saison seit Einführung der Moto2 im Jahr 2010. Stets erreichte er in der zweithöchsten WM-Klasse mindestens vier Podestplätze und war in der WM-Gesamtwertung nie schlechter als Sechster. In diesem Jahr bleibt der 5. Platz beim GP der Steiermark der Ausreisser nach oben, in der WM bleibt der Kalex-Fahrer Neunter.

Bevor er im nächsten Jahr beim spanischen SAG-Team einen Neuanfang wagt, gilt es für den Schweizer nun, in den verbleibenden sechs Rennen nochmals etwas Fortschritte zu machen. Obwohl die Chemie mit seiner Technikercrew seit Monaten nicht mehr stimmt, gibt sich Lüthi kämpferisch: "Jetzt geht es nach Hause und in Le Mans greifen wir wieder an." Ob in zwei Wochen in Frankreich auch Jesko Raffin wieder mit von der Partie ist, bleibt derzeit offen. Der Zürcher NTS-Fahrer fehlte auch in Katalonien, weil er sich von einer Viruserkrankung noch nicht genügend erholt hat.

Einen Schritt Richtung WM-Titel in der Moto2 machte der Italiener Luca Marini. Der Halbbruder von Valentino Rossi kam nach einem Zweikampf mit dem Engländer Sam Lowes zu seinem dritten Saisonsieg und baute seine Führung in der WM gegenüber seinem Landsmann Enea Bastianini (6.) auf 20 Punkte aus.

Dupasquiers Warten auf WM-Punkte geht weiter

In der Moto3 verpasste Jason Dupasquier (KTM) auch im neunten Saisonrennen seine ersten WM-Punkte. Der 19-jährige Rookie aus dem Kanton Freiburg belegte den 22. Platz. Der Südafrikaner Darryn Binder feierte auf KTM seinen ersten GP-Sieg. Der jüngere Bruder des MotoGP-Fahrers Brad Binder setzte sich mit einem Vorstoss in der letzten Runde vor den beiden Italienern Tony Arbolino, der im nächsten Jahr Tom Lüthi im IntactGP-Team ersetzen wird, und Dennis Foggia durch.

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