Nachgefragt
Fabian Frei: «Ich glaube, ich habe mir diese zwei Jahre verdient»

Erst zwei weitere Jahre Vertrag, dann zwei Tore. Wie die Verhandlungen Fabian Freis waren und worauf er Wert legte.

Céline Feller
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Fabian Frei ist zum Rückrundenstar der Mann des Spiels.

Fabian Frei ist zum Rückrundenstar der Mann des Spiels.

Martin Meienberger / freshfocus

Fabian Frei, zwei Tore gleich zum Rückrundenauftakt für Sie. Gratulation. Wie wichtig war es, gleich nach dem Abgang von Arthur Cabral zu zeigen, dass das Toreschiessen kein Problem sein wird in Zukunft?

Fabian Frei: Ich habe unter der Woche schon gesagt, dass nun andere Spieler in die Bresche springen müssen. Dass es jetzt gerade ich bin, habe ich so auch nicht erwartet, aber es ist natürlich umso schöner für mich.

Wie sehen Sie die Leistung im Allgemeinen?

Es hat noch Luft nach oben, was nach einer Vorbereitung aber auch klar ist. Da weiss man nie ganz genau, wo man steht. Aber einen 3:0-Auswärtssieg nehmen wir als Start gerne.

Wo sehen Sie denn Verbesserungspotenzial?

Bei vielen Dingen. Es war das erste Spiel wieder auf Wettkampfniveau. Ein paar Abstimmungen müssen noch besser klappen. Und in der ersten Halbzeit gab es ausserdem ein, zwei Chancen von Luzern, die man besser verteidigen muss. Und in der Offensive müssen wir Aktionen noch sauberer zu Ende spielen. Aber nach einem 3:0 muss man nicht jammern.

Zu beklagen gibt es aber Ihre vierte Karte, die eher fragwürdig war und aufgrund derer Sie nun gegen Sion gesperrt fehlen werden. Wie haben Sie die Szene gesehen?

Ich hätte mir die gelbe Karte definitiv nicht gegeben, das habe ich dem Schiedsrichter auch gesagt. Aber es bringt nichts, sich da zu sehr aufzuregen. Jetzt bin ich halt offenbar gesperrt gegen Sion.

Ihre zwei Tore waren mitunter auch möglich, weil Sie nicht mehr als Innenverteidiger spielen müssen. Wie froh sind Sie darüber?

Hätte der Trainer gewusst, dass ich dann gleich zwei Tore mache, hätte er mich vielleicht nie hinten aufgestellt! (lacht) Nein Spass, für mich ist es okay, wie es ist. Es wäre auch nicht schlimm, wenn ich wieder einmal hinten spielen müsste.

Sie haben unter der Woche Ihren Vertrag um zwei Jahre verlängert. Wie waren die Gespräche?

Ich war ausser am Schluss nie dabei. Es war aber ganz einfach, weil Geld nie ein Thema war. Es ging nur um Details, ich wollte auch mitteilen, worauf ich Wert lege. Und es war auch immer abgemacht, dass wir das Thema in der Winterpause angehen.

Worauf legen Sie denn Wert?

Mir war wichtig, dass es zwei Jahre sind, weil ich das Gefühl habe, dass ich das verdient habe. Und bei mir muss man auch keine Angst haben, dass ich mich gehen lasse, weil ich mir einen Rentenvertrag ausgehandelt habe. Ich will noch viel erreichen, und das haben sie auch schnell verstanden.