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Aargauer Schwinger Nick Alpiger holt sich den Siegermuni Sämi

Der Eidgenosse aus der Nordwestschweiz gewinnt den 23. Olma-Schwinget. Im Schlussgang besiegt er Marcel Räbsamen aus dem Toggenburg. Topfavorit Damian Ott wird Zweiter.

Fritz Bischoff
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Schlussganggewinner Nick Alpiger mit Muni Sämi, dem Preis für den Sieger.

Schlussganggewinner Nick Alpiger mit Muni Sämi, dem Preis für den Sieger.

Bild: Reto Martin

Mit Nick Alpiger gewinnt der beste und beständigste aller 87 angetretenen Athleten den 23. Olma-Schwinget und sichert sich damit auch den Siegermuni Sämi. Der 24-Jährige des Schwingklub Lenzburgs war in seiner Leistung nahezu makellos. Lediglich im Anschwingen hatte er einen Gestellten mit Damian Ott zu verzeichnen.

Die folgenden Gänge gewann er dank seiner angriffigen Schwingart jeweils in Sekundenfrist. Auch im Schlussgang benötigte er keine halbe Minute, um den Toggenburger Marcel Räbsamen auf den Rücken zu legen. Von einem Spaziergang zum Festsieg wollte er dennoch nichts wissen. Alpiger sagte:

«Nein – ein Spaziergang waren die sechs Gänge nicht. Ich musste jeden meiner Gegner ernst nehmen und jeden Gang voller Konzentration angehen. Dies ist mir gelungen.»

Starke Toggenburger im St.Galler Sägemehl

Beim Verlierer des Schlussgangs, Marcel Räbsamen, hielt sich die Enttäuschung in Grenzen. Mit seinem dritten Schlussrang war er weitgehend zufrieden. Dies obwohl der den ersten und den letzten Gang verloren hatte. Räsamen sagte:

«Es hätte sicher noch besser gehen können. Meinen dritten Platz sehe ich als einen Erfolg an. Über den ganzen Tag betrachtet war Nick Alpiger der beste Schwinger und damit der verdiente Sieger.»

Zwischen Alpiger und dem 20-Jährigen aus Müselbach klassierte sich ein anderer Toggenburger, der als Favorit für den Olma-Schwinget gehandelte Damian Ott. Der Zimmermann aus Dreien kam im ersten und zweiten Gang nicht über einen Gestellten hinaus. «Vor allem der Gestellte im zweiten Gang gegen Adrian Odermatt ist ärgerlich. Eigentlich hatte ich ein gutes Gefühl. Nach diesem Punkteverlust hatte ich den weiteren Weg zum möglichen Festsieg nicht mehr in meinen Händen. So bin ich am Ende mit Rang zwei doch zufrieden», sagte er.

Die Zufriedenheit des 21-Jährigen ist nachvollziehbar, liess er sich nach den ersten zwei Gängen in der Folge doch ausschliesslich Bestnoten mit einer Zehn schreiben.

Nach der Jugend – das Alter mit Burkhalter

Belegen mit Alpiger, Ott und Räbsamen drei junge und für die Zukunft hoffnungsvolle Athleten die ersten drei Ränge, so folgt als Vierter einer, der problemlos ihr Vater sein könnte. Der 47-jährige Thurgauer Stefan Burkhalter bewies einmal mehr, dass er immer noch die Fähigkeiten besitzt, um den allerbesten Schwingern das Gewinnen nicht so leicht zu machen.

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