Saison 2020/2021

Quali zur Champions League: Young Boys ringen Underdog Klaksvik nieder und sind eine Runde weiter

YB mit Ngamaleu und Sierro gewinnt gegen Klaksvik.

YB mit Ngamaleu und Sierro gewinnt gegen Klaksvik.

Dank einer deutlichen Steigerung nach der Pause erreichen die Young Boys die 3. Runde in der Champions-League-Qualifikation. Gegen Klaksvik von den Färöer-Inseln erkämpfen sie sich einen 3:1-Sieg.

Das schwer erdauerte und zugleich erlösende 1:0 erzielte in der 51. Minute der Super-League-Torschützenkönig Jean-Pierre Nsame mit einem Kopfball-Aufsetzer auf Flanke von Nicolas Moumi Ngamaleu. Sechs Minuten später doppelte Miralem Sulejmani mit einer schönen Einzelleistung nach. Damit war die Entscheidung faktisch gefallen, denn die Gäste hatten kaum taugliche Mittel, um sich gegen die Niederlage aufzulehnen. Ihren einzigen gefährlichen Angriff der zweiten Halbzeit nutzten sie nach 78 Minuten zum Anschlusstor, aber kurz darauf stellte Moumi Ngamaleu den Abstand von zwei Toren wieder her. Von dort weg hatten die Berner den Match wieder unter Kontrolle.

Die Gäste mit viel Physis am Werk

In der ersten Halbzeit hatte für YB alles gar nicht gut ausgesehen. Die Fähringer suchten ihr Glück anfänglich mit einer Fünferabwehr und vier Spielern im Mittelfeld. Mit ihrer sehr defensiven Grundausrichtung erschwerten sie es den Bernern, konstruktive Angriffe über mehrere Stationen zu zeigen. Den Ball brachten sie nicht oft in den Strafraum, aber einmal so gefährlich, dass sie fast in Führung gegangen wären. Goalie David von Ballmoos konnte das Gegentor nach 28 Minuten nur mit einer akrobatischen Fussparade verhindern. Und kurz vor der Pause kreuzten sie zwei weitere Male mit gefährlichen Aktionen vor dem Tor auf. Gegen eine Führung der Halbprofis mit Amateurstatus in der Pause wäre nichts einzuwenden gewesen. Sie behalfen sich auch mit zahlreichen rüden, vielleicht einschüchternden Fouls, von denen der Schiedsrichter die meisten ohne Verwarnung durchgehen liess.

Aus der Sicht des Schweizer Meisters war der Verlauf der ersten Halbzeit eine herbe Enttäuschung. Nach wenigen Minuten kam Christian Fassnacht in günstiger Position zu einem Kopfball, den Torhüter Kristian Joensen parierte. Bis zum Pausenpfiff blieb dies die einzige halbwegs gute Möglichkeit für den hohen Favoriten. Die Darbietung der ersten 45 Minuten hatte keine Ähnlichkeit mit den grossmehrheitlich überzeugenden Leistungen, die die Berner vor wenigen Wochen im Finish der Schweizer Meisterschaft gezeigt hatten.

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