Rad-Bahn

Eine Urnerin holt im Velodrome den Schweizer Meistertitel

Lorena Leu geht in die Radbahn-Geschichte ein.

Lorena Leu geht in die Radbahn-Geschichte ein.

Eine Urnerin gewinnt Gold im Multi-Disziplinen-Wettkampf Omnium auf der Rennbahn in Grenchen.

Im Tissot-Velodrom Grenchen wurde die Schweizer Meisterschaft im Omnium der Damen U17 ausgetragen. Bei dieser Disziplin handelt es sich um einen Wettbewerb im Bahnradsport in verschiedenen Disziplinen. Die erst 15-jährige Lorena Leu aus Altdorf, die für den VMC Erstfeld lizenziert ist und zusammen mit den Kolleginnen in der IG Radsport Uri trainiert, sorgte am Event in Grenchen für eine Sensation.

Erst in der Bahnwintersaison 2019/2020 hatte Leu zusammen mit den beiden Innerschweizerinnen Fiona Zimmermann und Zoe Schiess vom RMV Cham Hagendorn den dazu benötigten Bahnkurs im Velodrom Grenchen absolviert. An der Omnium Meisterschaft fuhr Lorena Leu das erste Bahnrennen und wurde auf Anhieb Schweizer Meisterin.

Das Bahn Omnium ist auch eine EM-, WM- und Olympia-Bahndisziplin und beinhaltet vier verschiedene Disziplinen. Bei einem Scratchrennen, einem Temporace, einem Ausscheidungsfahren und einem Punktefahren gibt es je nach Rang Punkte. Sieger oder Siegerin werden die Fahrer mit der höchsten Punktzahl.

Im Scratchrennen über 20 Runden (total 5 Kilometer), bei dem nur der Einlauf zählt, sprintete Lorena Leu auf den zweiten Rang. Im Temporace ebenfalls über 20 Runden wurde Lorena Leu gute Dritte und das Ausscheidungsfahren konnte sie sogar gewinnen. Somit führte Lorena Leu nach drei Disziplinen die Zwischenrangliste an mit einem Vorsprung von 10 Punkten auf Fiona Zimmermann und Zoe Schiess.

Urnerin beweist bis zum Schluss Nervenstärke

Im Omnium haben schon viele Fahrer das Rennen in der letzten Disziplin, dem Punktefahren, noch verloren. Für einen Rundengewinn gibt es 20 Punkte und bei den Wertungen, in diesem Fall bei jeder 10. Runde von total 60 Runden zählte die letzte Wertung doppelt. Lorena Leu bewies dabei Nervenstärke. Auch als Monique Halter den Rundengewinn solo vollziehen konnte und sich somit die 20 Punkte sicherte, was sie auf Rang zwei mit nur noch einem Punkt Rückstand auf Lorena Leu brachte, bewies die Urnerin Nervenstärke.

Leu kämpfte mit Biss und brachte es noch auf 14 Spurtpunkte. Somit wurde sie mit einem total von 129 Punkten verdiente Omnium-Schweizer-Meisterin der U17-Kategorie. Die Silbermedaille sicherte sich Monique Halter von Herisau mit 122 Punkten und die Bronzemedaille Zoe Schiess vom RMV Cham Hagendorn mit 121 Punkten. Anastasia Roth wurde Vierte mit 106 Punkten, Fiona Zimmermann vom RMV Cham Hagendorn Fünfte (96 Punkte).

Swiss Cycling titelte im Internet: «Die erste Omnium-Championne kommt aus dem Urnerland». Lorena Leu wird in die Bahnradsportgeschichte eingehen. Denn bis anhin wurden die Bahn-Omnium-Schweizer-Meisterschaften nur für Junioren und Elite-Damen und -Herren ausgetragen. Zum ersten Mal nun wurde der Titel auch für Nachwuchsfahrer und Fahrerinnen U17 ausgeschrieben. Die Urner dürfen stolz auf die erste U17-Omnium-Schweizer-Meisterin Lorena Leu sein. In nächster Zeit werden in Grenchen noch die Omnium-Titel für Juniorinnen und die Elite ausgetragen. Und genau vor 35 Jahren sicherte sich Bruno Risi in Zürich den Omnium-Junioren-Schweizer-Meistertitel und Kurt Betschart Bronze.

Lorena Leu wurde in Grenchen von der IG Radsport Uri, Roberto Da Macogno, Rene Epp und ihrer Mutter Esther bestens betreut. Am Sonntagabend wurde Lorena Leu im Klublokal des VMC Erstfeld, Hotel Albert von rund 50 Personen freudig empfangen.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1