Fasching kam am Freitag "um Punkt 13:59 Uhr" nach 10 Tagen, 20 Stunden und 47 Minuten am nördlichsten Punkt Europas an, wie sein Sprecher Martin Roseneder mitteilte. Fasching legte bei seiner mehr als aussergewöhnlichen Radtour 5656 Kilometer mit rund 30'000 Höhenmetern zurück.

Nur 18 Stunden Schlaf bekam der 52-Jährige dabei in den vergangenen elf Tagen. Zwischendurch hatte ein Unfall das Projekt beinahe vorzeitig beendet.

"Mein persönliches Ziel war es, dieses Projekt mit meinem Team in einer schnellen Zeit zu finishen. Das haben wir trotz des tragischen, aber im Nachhinein glimpflichen Unfalls geschafft, was eine irrsinnige Erleichterung ist", sagte Fasching am Nordkap.

Vor einer Woche war er in Belgien in einen Verkehrsunfall verwickelt worden und musste in ein Spital gebracht werden. Da er von Knochenbrüchen verschont wurde, sass er 17 Stunden nach dem Unfall wieder im Sattel. "Worauf ich aber gerne verzichtet hätte, war vor allem in den letzten Tagen der ständige Regen. Wir mussten deshalb viele Stopps einlegen, um die Regensachen zu wechseln", sagte Fasching im Ziel.

Der Extremsportler, der 2014 in 21 Tagen 10'000 Kilometer durch Russland gefahren war, durchquerte nun auf seinem Weg zum Nordkap Spanien, Frankreich, Deutschland, Belgien, die Niederlande, Dänemark, Finnland, Schweden und Norwegen. Die Route ist praktisch identisch mit dem vor rund 20 Jahren organisierten "Race Across Europe".