Tour de France

Zweiter Etappensieg für André Greipel

Daumen hoch nach dem zweiten Etappensieg an der Tour de France 2015: André Greipel

Daumen hoch nach dem zweiten Etappensieg an der Tour de France 2015: André Greipel

In der fünften Etappe der Tour de France kam es in Amiens wie erwartet zur Sprintankunft. Nach 189,5 km spurtete der Deutsche André Greipel an allen Konkurrenten vorbei.

Die Tour de France bleibt in deutscher Hand. Einen Tag nach der Einkleidung von Martin ins gelbe Leadertrikot durch ein famoses Solo in Cambrai war die Reihe wieder an Greipel. Wie schon am Sonntag in Zeeland (Ho) zeigte sich der Leader des Punkteklassements im Finish unwiderstehlich, erneut hatte Peter Sagan knapp das Nachsehen. Obwohl er rund 400 Meter vor dem Ziel in Amiens eigentlich ungünstig positioniert war, zog er rechts an sämtlichen Konkurrenten vorbei und kam dergestalt zum insgesamt achten Tour-Tagessieg. Sagan und Mark Cavendish hatten das Nachsehen.

Die Fahrt durch die Picardie bei Regen und Wind war erneut geprägt von diversen Stürzen. Prominentestes Opfer war der französische Sprinter Nacer Bouhanni, der nach 13,5 km zu Fall kam und mit Schmerzen an Rippen, Hüft und den Handgelenken ins Spital gebracht werden musste. Für den Fahrer der Cofidis-Equipe ist die Tour zu Ende. Auch Greipel musste einmal vom Rad, im Finish zeigte er sich davon herzlich wenig beeindruckt. In der zweiten Rennhälfte hatten sich zwei Gruppen gebildet. In der ersten fuhren unter anderen alle Leader der Spezialwertungen mit. Rund 25 km vor dem Ziel waren aber auch einige von ihnen in einer Rechtskurve in einen Massensturz verwickelt. So gingen etwa Thibaut Pinot oder Schweizer Meister Danilo Wyss zu Boden.

Im Gesamtklassement änderte sich erstmals in der diesjährigen Tour nichts. An der Spitze verbleibt Tony Martin, der zwölf Sekunden vor Chris Froome und 25 vor Teejay van Garderen führt. Nach der gestrigen Etappe, einer von nur vier ohne Bergpreiswertung, stehen im heutigen Teilstück drei Wertungen der vierten Kategorie im Programm. Die 191,5 km von Abbeville nach Le Havre führen weitgehend dem Meer entlang. Die Topographie könnte ein Indiz dafür sein, dass es nicht unbedingt wieder zu einer Sprintankunft kommt. Der Hügel auf dem letzten Rennkilometer mit knapp sieben Prozent Steigung ist prädestiniert für letzte Einzelvorstösse.

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