Unihockey
Ad Astra Sarnens Negativserie hält an

Ad Astra Sarnen findet auch nach der Meisterschaftspause nicht aus der Negativspirale. Gegen Chur Unihockey kassieren die Sarner eine schmerzhafte 4:8-Niederlage.

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Sarnens Valerio Läubli: Wohin fliegt dieser Ball?

Sarnens Valerio Läubli: Wohin fliegt dieser Ball?

Bild: Andreas Bass (Sarnen, 24. Oktober 2021)

57:50 zeigte die Matchuhr, als Erik Oweling ein feines Zuspiel von Landsmann Alexander Rudd zum 4:5-Anschlusstreffer aus Sicht von Ad Astra verwerten konnte. Die sechs Sarner – Torhüter Mario Britschgi war einem zusätzlichen Feldspieler gewichen – blieben gleich auf dem Feld und sorgten wieder für Druck auf das Tor der Churer. Zunächst verfehlte jedoch Rudds Abschluss das Ziel knapp. Danach verlor Oweling in guter Position vor dem gegnerischen Tor auf strittige Art und Weise den Ball. Den Konterangriff verwerteten die Churer zum siegbringenden 6:4. Der ins Tor zurückgeeilte Britschgi war machtlos beim Abschluss vom Bündner Doppeltorschützen Sandro Cavelti. Die letzten beiden Tore der Churer ins verlassene Sarner Tor waren lediglich noch Resultatkosmetik.

Dass für beide Teams in dieser Partie viel auf dem Spiel stand, war von Beginn an ersichtlich. Beide Mannschaften waren bemüht, keine Fehler zu machen in diesem klassischen Sechs-Punkte-Spiel. Resultatmässig besser starteten die Gäste aus dem Bündnerland. Zwei Unachtsamkeiten in der Sarner Hintermannschaft nützten sie kaltblütig aus zur 2:0-Pausenführung.

Entscheidung fällt innert kürzester Zeit

Im Mittelabschnitt fanden die Sarner besser ins Spiel und deckten Reich im Tor der Churer regelmässig mit Schüssen ein. Bis zur 34. Minute war dank Toren von Dario Eberhardt und Basil von Wyl der Rückstand wettgemacht. Die entscheidende Differenz führten die Gäste kurz vor und kurz nach der zweiten Drittelspause herbei: Churs Topskorer Helin traf, als Ad Astra gedanklich schon in der Pause weilte praktisch mit dem Pausenpfiff zur 3:2-Führung. Und gleich nach dem Wiederanpfiff vergingen keine zwei Minuten, als Chur bereits zwei weitere Treffer bejubeln konnte. «Wir haben uns in dieser Phase sehr dumm angestellt», befand Sarnens Captain Cornel von Wyl nach dem Spiel.

«So zu verlieren, schmerzt extrem. Wir waren über die gesamten 60 Minuten gesehen nicht das schlechtere Team. Aber in den entscheidenden Momenten war uns Chur eine Nasenlänge voraus.»

Cup-Abenteuer endet früh

Bereits im 1/16-Final musste Ad Astra Sarnen im Cup-Wettbewerb die Segel streichen. Gegen Floorball Fribourg zogen die Obwaldner einen ganz schwachen Abend ein und verloren deutlich mit 3:9. Coach Micke Öhman fand nach dem Spiel deutliche Worte: «Mit so einer Leistung gibt es für uns gar nichts zu holen. Vor allem die Art und Weise, wie wir in die Niederlage gerasselt sind, sollte uns zu denken geben.» Von einem Klassenunterschied war in dieser Partie wenig zu sehen. Im Gegenteil: Das unterklassige Floorball Fribourg zeigte sich von Anfang an bereit und legte bereits im Startdrittel dank einer 3:0-Führung die Grundlage zum Sieg. Diese bauten sie bis kurz nach Spielmitte gar bis zum 5:0 aus. Erst dann erwachten die Sarner allmählich. Näher als drei Tore kamen sie an diesem Abend aber nie mehr heran. (jh)

Sarnen – Chur Unihockey 4:8 (0:2, 2:1, 2:5)
Dreifachhalle, Sarnen. – 275 Zuschauer. SR Preisig/Schädler. – Tore: 7. Cavelti (Schlegel) 0:1. 14. Mani (Helin) 0:2. 29. Eberhardt (Rudd) 1:2. 34. B. von Wyl (Furrer) 2:2. 39:39 Helin (Ausschluss C. von Wyl) 2:3. 41. Stucki (Decasper) 2:4. 42. Monighetti (Rieder) 2:5. 47. Forslind (Rudd) 3:5. 57:50 Oweling (Rudd) 4:5 (Sarnen ohne Torhüter). 58:27 Cavelti (Amato) 4:6. 59:12 Hyrkkönen (Helin) 4:7 (ins leere Tor). 59:56 Nussle 4:8 (ins leere Tor).
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Sarnen; 3-mal 2 Minuten gegen Chur.
Sarnen: Amrein; Burri, Oweling; Läubli, Kramelhofer; Höltschi, Barmettler; Rüegger, Hagert, Rudd; Dubacher, Bitterli, Sommerhalder; B. von Wyl, Furrer, Durot; Forslind, Durrer, Eberhardt.

Fribourg – Sarnen 9:3 (3:0, 2:2, 4:1)
Ste. Croix, Fribourg. – 212 Zuschauer. SR Bühler/Bühler. – Tore: 9. Pilloud (Ruffieux) 1:0. 12. Moser 2:0. 13. Zürcher (Weibel) 3:0. 26. Zurich (Moser) 4:0. 34. Müller (Fasel) 5:0. 37. Eberhardt (Rudd) 5:1. 39. Hagert (Rudd) 5:2. 44. Zurich (Moser) 6:2. 52. Rudd 6:3. 54. Roulin (Dietrich) 7:3. 55. Weibel (Fasel) 8:3. 58. Halter (Moser) 9:3.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Fribourg.
Sarnen: Amrein; Burri, Oweling; Läubli, Kramelhofer; Höltschi, Barmettler; Rüegger, Hagert, Rudd; Dubacher, Bitterli, Sommerhalder; B. von Wyl, Furrer, Durot; Forslind, Durrer, Eberhardt.

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