Volleyball
Sieg im Cup, lange Fahrten am Wochenende: Es ist ein Auf und Ab mit Volley Luzern

Luzerns NLA-Volleyballer blicken aus mehreren Gründen auf ein intensives Wochenende zurück.

Stephan Santschi
Drucken
Libero Jörg Gautschi (Mitte) macht die Doppelbelastung trotz seiner 37 Jahren nichts aus.

Libero Jörg Gautschi (Mitte) macht die Doppelbelastung trotz seiner 37 Jahren nichts aus.

Bild: Roger Grütter

Samstag, Meisterschaftsspiel in Genf. Sonntag, Cup-Achtelfinal in St. Gallen. Macht summa summarum eine rund 830 Kilometer lange Tour de Suisse für die Luzerner. «Wir haben die Belastung schon gespürt, doch wir sind alle topfit. Wenn ich es schaffe, sollte es für die anderen auch möglich sein», sagt der Libero und 37-jährige Teamsenior Jörg Gautschi mit einem Lachen.

Die resultatmässige Ausbeute stellte die Luzerner derweil nicht ganz zufrieden. Am Sonntag erfüllten sie ihre Pflicht, besiegten St. Gallen mit 3:1 und zogen in den Cup-Viertelfinal ein. Der Underdog aus der Ostschweiz, der in der NLB den dritten Platz belegt, wehrte sich nach Kräften, verkürzte zwischenzeitlich auf 1:2-Sätze. Am Ende brachte der Favorit den Erfolg aber relativ sicher ins Trockene.

«Die Zuschauer waren nahe am Spielfeld, hatten Freude, einmal einen NLA-Klub zu sehen. Die Stimmung war toll. Es hat sehr viel Spass gemacht»,

schwärmt Gautschi.

Weniger erfreulich war das Resümee am Vortag. Beim Schweizer Meister aus Genf zeigte Volley Luzern zwar eine starke Partie, verlor aber mit 2:3. «Diese Niederlage schmerzte uns, jedem ging auf der Heimfahrt wohl nochmals eine Aktion durch den Kopf», berichtet Gautschi und stellt klar: «Wir hätten mit 3:1 gewinnen können, wir haben zwei Punkte verloren.» Nach dem missglückten Startsatz (16:25) drehten die Luzerner auf, glichen aus (25:23) und «zerstörten» im dritten Durchgang sogar das Spiel der Genfer, wie Gautschi sagt – gleich mit 25:12 ging er an die Gäste aus der Zentralschweiz.

Als Luzern auch im vierten Satz führte, ereignete sich aber das Ungemach: Tim Köpfli verletzte sich nach einem harten Angriffsball von Chênois Genève erneut am Daumen und musste ausgewechselt werden. «Das war schwierig auszublenden, danach fehlte uns die Überzeugung», so Gautschi. Seinem Team entglitt das Spiel, der Gastgeber glich zum 2:2 aus (26:24) und entschied auch das Tiebreak für sich (15:11).

«Wir haben in dieser Saison mit so vielen Verletzungen und Wechseln zu kämpfen, es hört einfach nicht auf»,

hadert Gautschi.

Mit Köpfli, der am Montag mittels MRI die Schwere der Verletzung ermitteln lässt, mit Luca Müller, der seine Saison wegen Knieproblemen beendete und mit Irian Mika, der zu Gunsten seines Studiums Luzern in der Winterpause verlassen hat, fallen drei Aussenangreifer aus. Der Ex-Luzerner Stig Döös Traagstad, der zuletzt für Gentofte Volley in Dänemark spielte, kehrt deshalb per sofort in die Bahnhofhalle zurück.

Chênois Genève – Luzern 3:2
Sous-Moulin. – Spieldauer: 104 Minuten. – Satzergebnisse: 25:16, 23:25, 12:25, 26:24, 15:11. – Luzern: Gautschi (Libero), Harksen, Köpfli, Porkka, Mejia, Broch, Buivids; Jukic, Schmid, Moser, Häfliger, Osoko. – Bemerkung: Luzern ohne Müller (verletzt).

St. Gallen – Luzern 1:3
Alte Kreuzbleiche. – Satzergebnisse: 17:25, 20:25, 25:22, 20:25. – Bemerkung: Luzern ohne Müller und Köpfli (beide verletzt).