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Der FC Dagmersellen findet in die Spur zurück

Drittligist Dagmersellen schlägt Grosswangen-Ettiswil 4:0. Die Heimpremiere der Wiggertaler ist geglückt.

Michael Wyss
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Michael Bucher, Offensivspieler des FC Dagmersellen.

Michael Bucher, Offensivspieler des FC Dagmersellen.

Bild: Michael Wyss

«Es war das erste Heimspiel und wir wollten den Sieg. Ich habe meinen Spielern gesagt, dass wir vor Heimpublikum diesen holen müssen und die jüngst gezeigte Leistung mit dem 5:2-Sieg bei Escholzmatt-Marbach bestätigen wollen», zeigte sich FCD-Trainer Roger Stammbach nach dem 4:0-Sieg über Grosswangen-Ettiswil zufrieden. Der zweite Sieg im vierten Spiel war wichtig nach den Niederlagen bei Entlebuch (2:3) und Ruswil (1:3). FCD-Sportchef Lukas Steiner:

«Das Startprogramm war happig mit den Aufstiegsanwärtern. Wichtig war nun die Reaktion mit den beiden Vollerfolgen. Ich bin guten Mutes, dass wir eine erfolgreiche Spielzeit erleben.»

Konkret heisst das: «Wir haben Ansprüche, um an der Tabellenspitze mitmischen zu wollen.» Und Stammbach ergänzt: «Die Entwicklung stimmt. Das Team hat Qualität.»

Die vier Treffer im Spiel gegen Grosswangen-Ettiswil entstanden aus schönen Kombinationen heraus. Stammbach: «In offensiver und defensiver Hinsicht sind die Fortschritte ersichtlich. Das Torverhältnis von 9:2 aus den beiden jüngsten Partien stimmt optimistisch.»

Aufsteiger Knutwils Vorfreude auf das Derby

Dagmersellen Offensivspieler Michael Bucher, der seine 21. Saison im Fanionteam bestreitet und das 2:0 gegen die Rottaler erzielte, sagt: «Die Gruppe 3 ist spannend und die Meisterschaft ist jung. Die Aufstiegsspiele sind ein Thema. Der Ehrgeiz muss vorhanden sein, diese Platzierung zu erreichen.» Am Samstag (18.00, Seebli) kommt es zum Derby beim Liganeuling Knutwil. Stammbach: «Wir müssen von Beginn weg Bereitschaft signalisieren und Siegeswille aufbringen. Diesem Spiel fiebert der Aufsteiger seit Wochen entgegen, wie ich höre. Es wird kein einfaches Spiel, das bin ich mir bewusst. Wir werden aber bereit sein für diese Aufgabe. Wir sind Favorit und wollen das auf dem Platz zeigen.»

Früher Trainerwechsel in Grosswangen

Für Grosswangen-Ettiswil war es die dritte Niederlage im fünften Spiel. Der neue Trainer Philipp Diethelm (seit einer Woche im Amt), zuletzt beim Ligakonkurrenten Wolhusen engagiert, nennt die Gründe für die Niederlage: «Ich hatte nur zwei Trainings nach meiner Zusage. Die Vorbereitung war zu kurz auf das Spiel, die Mannschaft muss ich noch kennen lernen. Wir machten viele individuelle Fehler, haben uns das Leben selber schwer gemacht. Ich habe eine junge Truppe übernommen, es fehlt an Routine und Erfahrung. Wir werden unseren Weg aber meistern.» Was hat Diethelm, der Bruder des früheren FCL-Profis Michael Diethelm motiviert, die Rottaler vom freiwillig zurückgetretenen Bruno Fessler zu übernehmen?

«Ich wollte eigentlich eine Pause einlegen. Doch die junge Equipe war meine grösste Motivation. Dieses Team kann man weiterentwickeln. Aus dieser Mannschaft einen bestandenen Drittligisten zu formen, wird meine Aufgabe sein.»

Fessler hat beim FC Willisau im Nachwuchs ein neues Trainerengagement gefunden. Er sagt: «Die Zeit beim FC Grosswangen-Ettiswil möchte ich nicht missen. Schade kam es zum Bruch wegen Meinungsdifferenzen, verschiedenen Ansichten und Vorstellungen. Ich habe eine Philosophie und wenn ich diese nicht vorleben kann, muss ich reagieren. Ich kann nur etwas machen, hinter dem ich auch stehen kann. Wir haben uns aber im Guten getrennt und ich wünsche dem Team alles Gute.»

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