Unihockey
Der Star im Schatten von Rudd: Verteidiger Erik Oweling kann bei Ad Astra überzeugen

Ad Astra Sarnen gelang der NLA-Saisonauftakt nach Mass. Der Schwede Erik Oweling trug massgeblich dazu bei.

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Mit 21 schon ein kompletter Spieler: Erik Oweling.

Mit 21 schon ein kompletter Spieler: Erik Oweling.

Bild: Markus Aeschimann (Sarnen, 11. September 2019)

Ad Astra Sarnen legte einen Saisonstart hin, der so nicht erwartet werden durfte: zwei Spiele, zwei Siege – so die stolze Zwischenbilanz der Obwaldner, die in den vergangenen NLA-Saisons jeweils hartes Brot essen mussten und nun plötzlich oben in der Tabelle anzutreffen sind.

Im Schatten von Stürmerstar Alexander Rudd konnte sich ein weiterer Sarner Neuzuzug speziell in Szene setzen, dessen Name vor dem Wechsel zu Ad Astra nur Insidern ein Begriff war: Erik Oweling, Verteidiger, 21 Jahre alt. Sowohl gegen Winterthur wie auch vor Wochenfrist gegen Thun überzeugte der kräftig gebaute Schwede mit starken Leistungen. Sein Coach Micke Öhman schwärmt: «Erik ist trotz seines jungen Alters bereits ein sehr kompletter Spieler. Er weiss seinen Körper einzusetzen, ist technisch beschlagen, hat eine gute Übersicht und nicht zuletzt auch einen guten Schuss.» Für Öhman sind diese Qualitäten von Oweling nicht neu, war er doch bereits in der Heimat bei Djurgarden IF sein Coach. 

«Abenteuer Ausland reizte mich immer mehr»

Öhman war es auch, der den Transfer von Oweling zu Ad Astra einfädelte: «Micke hat mich noch während der letzten Saison gefragt, ob ich mir einen Wechsel zu Sarnen vorstellen könnte. Dass Ad Astra kein Spitzenteam in der NLA ist, war mir bewusst. Angebote von schwedischen Topklubs hatte ich einige vorliegen. Und trotzdem reizte mich das Abenteuer Ausland immer mehr, je länger ich mit dem Gedanken spielte», fasst Oweling die Gründe für seinen Entscheid pro Ad Astra zusammen. Seit Anfang August weilt der redselige Schwede in Obwalden, wo er sich bestens eingelebt hat und mit seinen Landsmännern und Teamkollegen Alexander Rudd und Oliver Forslind in einer Wohngemeinschaft lebt. Um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, arbeitet Oweling im Teilzeitpensum in der Produktion bei Bruno’s Best in Sarnen. «Ich gehe gerne zur Arbeit. Vor allem wegen des Kontakts zu den Arbeitskollegen, von denen ebenfalls viele aus dem Ausland stammen.» 

Zwei harte Brocken warten auf Ad Astra

Es überrascht darum nicht, dass Oweling den Entscheid für den Wechsel zu Ad Astra und das Abenteuer Ausland bislang nicht bedauert. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass die Stimmung im Team nach dem erfolgreichen Saisonstart sehr gut ist. Oweling tritt jedoch auf die Euphoriebremse: «Von diesen zwei Erfolgen können wir uns noch wenig kaufen. Jetzt gilt es, auch gegen die Topteams Köniz und Wiler-Ersigen am Wochenende eine starke Leistung abzurufen. Dann können wir eine erste Zwischenbilanz ziehen.»

Sowohl Floorball Köniz, der amtierende Schweizer Meister und Sarnens Gegner am Freitag, als auch der SV Wiler-Ersigen, dem Ad Astra am Sonntag auswärts gegenüberstehen wird, hegen Ambitionen auf den Titel. Für Erik Oweling ist darum klar: «In dieser Doppelrunde sind wir zweimal der klare Aussenseiter. Dies heisst wiederum, dass wir absolut ohne Druck antreten können.» Wozu die Sarner mit dieser Ausgangslage fähig sind, wird spannend zu sehen sein. (JH)

Unihockey, Nationalliga A. Freitag, 24.09.21, 20.00: Sarnen – Köniz (Dreifachhalle). – Sonntag, 26.09.21, 17.00: Wiler-Ersigen – Sarnen (Grossmatt, Kirchberg). Beide Spiele können kostenlos im Livestream auf swissunihockey.tv oder gegen Vorweisen des Coronazertifikats in der Halle verfolgt werden.

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