Wintersport
Trotz einer fast perfekten Saison ist Lina Berger etwas nervös vor dem Heimrennen

Am Nachwuchsbiathlon im Langis werden rund 120 Athletinnen und Athleten werden erwartet. Lina Berger will den Heimvorteil nutzen.

Elena Häfliger
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Auf dem Glaubenberg werden am Wochenende gleich zwei Biathlon-Rennen stattfinden.

Auf dem Glaubenberg werden am Wochenende gleich zwei Biathlon-Rennen stattfinden.

Bild: PD

Anfang Woche war Frau Holle tätig und ermöglicht somit perfekte Bedingungen für das Biathlon-Nachwuchsrennen im Langis. Streckenchef Thomas Durrer kann also aufatmen, Sorgen um den Schnee muss er sich in diesem Jahr bestimmt nicht machen. Als Neuling im Amt hat er aber trotzdem alle Hände voll zu tun. Nach stolzen 18 Jahren übergab Erwin Wallimann ihm den Posten als Streckenchef.

In diesem Jahr werden ausnahmsweise gleich zwei Renntage stattfinden. Der Skiclub Schwendi-Langis hat sich bereit erklärt, den abgesagten Biathlon von Kandersteg auf dem Glaubenberg nachzuholen. Ab 11 Uhr wird am Samstag das gewohnte Einzel stattfinden, bei welchem die Athletinnen und Athleten vier Schiesseinlagen zu absolvieren haben. Pro Schiessfehler erhalten die Teilnehmenden je nach Kategorie Strafsekunden zwischen 30 und 45 Sekunden.

Auch der Plausch kommt nicht zu kurz

Am Samstagnachmittag geht ab 13 Uhr der Fun-Biathlon über die Bühne. Dieser Plausch-Wettkampf ist für alle Interessierten im Alter ab 14 Jahren offen zugänglich. Nachmeldungen sind bis eine Stunde vor dem Start möglich.

Am Sonntag beim Verfolgungswettkampf starten die Athletinnen und Athleten mit dem eingehandelten Zeitrückstand vom Samstag. Wer also am ersten Wettkampftag bereits eine überzeugende Darbietung liefern kann, profitiert auch am Sonntag noch davon. Die erste Kategorie wird um 10 Uhr starten. Der Fun-Biathlon ab 12.45 Uhr wird als Massenstart ausgetragen.

Lina Berger (Jahrgang 2009) vom Skiclub Schwendi-Langis hat bis anhin eine nahezu perfekte Saison absolviert. Sie konnte alle bisherigen Wettkämpfe für sich entscheiden – dies teilweise sogar mit sehr grossem Vorsprung auf die Konkurrenz. Daher ist klar, dass Lina Berger auch an ihrem Heimrennen als Favoritin an den Start gehen wird. «Ich freue mich sehr auf die Wettkämpfe auf meiner Heimstrecke. Dies ist immer etwas Besonderes», sagt sie. «Da ich mehrmals wöchentlich im Langis trainieren darf, kenne ich die Strecke und den Schiessstand sehr gut und weiss genau, an welchen Stellen ich welche Technik anwenden muss.»

Am Schiessstand muss sie noch ruhiger werden

Trotzdem lässt U14-Biathletin Lina Berger durchblicken, dass sie auch etwas angespannt sei. «Einzelwettkämpfe, welche bekanntlich sehr schiesslastig sind, machen mich immer etwas nervös», gesteht sie. «Ich weiss, dass ich da am Schiessstand noch ruhiger und genauer arbeiten muss. Hier ist es schwieriger, die Strafsekunden auf der Loipe wieder herauszulaufen.» Man darf gespannt sein, wie die junge Lokalmatadorin abschneiden wird. Gut möglich, dass man in Zukunft noch viel von ihr hört.

Programm und weitere Infos: swiss-ski-kwo.ch

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