Unihockey
Die Eschenbacher wollen an Tabellenspitze

Dem Zweitligisten Eschenbach glückt der Saisonstart: Im Unihockey-Derby bezwingt er Floorball Uri hoch mit 9:2.

Ruedi Vollenwyder
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Eschenbachs Marc Gehrig (rechts) im Duell mit dem Urner Manuel Arnold.

Eschenbachs Marc Gehrig (rechts) im Duell mit dem Urner Manuel Arnold.

Bild: Patrick Hürlimann (Eschenbach, 19. September 2021)

Die Antwort auf die Frage, wie er diesen verlorenen Match gegen die Eschenbacher betiteln würde, musste sich ein enttäuschter Uri-Trainer Felix Kempf nicht lange überlegen: «Pleiten, Pech und Pannen.» Für Pleite spricht die klare 2:9-Niederlage, das Pech bezieht er auf zwei eigentlich unmögliche Tore der Eschenbacher. Und die Pannen nimmt Kempf auf seine eigene Kappe.

«Ich konnte dem Team nach dem völlig missratenen Startdrittel nicht die Lösung, die Impulse vermitteln, um die drohende Niederlage noch abzuwenden.»

Klar, dass nach dieser Klatsche die Stimmung im Lager der Urner «im Keller» war.

Die Eschenbacher hingegen feierten diesen Startsieg euphorisch. Den Seetalern gelang im Startdrittel fast alles, praktisch jeder Torschuss sass – 5:1-Führung nach 20 Spielminuten. «Ja, unsere Effizienz war sensationell. Und mit diesem klaren Vorsprung im Rücken konnten wir befreit, aber weiter diszipliniert aufspielen», freute sich der 23-jährige Peter Rüttimann, der das Tor zur 2:0-Führung schoss und im zweiten Abschnitt mit seinem Treffer zum 6:1 den Urnern das letzte Selbstvertrauen raubte. Das Eschenbacher Erfolgsrezept basierte auf einem intensiven Pressing und einer kompakten Teamleistung, in der Defensive wie auch im Offensivbereich. «Wir wollten das Spielgeschehen dank diesem Pressing an uns reissen. Und dies ist uns wirklich gut gelungen», erklärte der als Zimmermann arbeitende Rüttimann, der seit der Saison 2016/17 für die Eschenbacher spielt. Was das Saisonziel angeht, da hat man innerhalb der Mannschaft um Trainer Daniel Niederberger eine klare Vorstellung. «Wir wollen dahin zurück, wo wir beim Abbruch der letzten Saison standen. An die Tabellenspitze», sagte Rüttimann. Er ist sich allerdings bewusst, dass dies für den ESV Eschenbach nicht zu einem Selbstläufer wird.

«Nicht jeder Match läuft so optimal wie beim Sieg gegen Floorball Uri.»

Für die Urner ist das verlorene Derby «keine Referenz für kommende Aufgaben. Zu viel lief gegen uns», so Trainer Kempf. «Auch wir wollen und werden im Kampf um die Playoff-Plätze noch ein Wörtchen mitreden.»

Knappe Cup-Niederlagen gegen oberklassige Gegner

Für Eschenbach wie auch für Uri bedeutete die zweite Runde im Cup Endstation. Nach einem 14:0 gegen Ruswil (4. Liga) traf Eschenbach auf das NLB-Team Verbano Gordola. Trotz einem sehr guten Spiel musste Eschenbach mit einer 2:3-Niederlage vom Feld. «Es ist schade für das Team. Es hat gut gekämpft und hervorragend mitgespielt», liess sich Trainer David Niederberger zitieren. Auch Floorball Uri musste nach einem 10:3-Sieg über Astros Rotkreuz (4. Liga) gegen den Erstligisten Zuger Highlands geschlagen vom Feld. Die Mannschaft um Trainer Felix Kempf und Assistent Diego Walker musste allerdings erst in der Verlängerung mit 2:3 die Segel streichen.

Der Eschenbacher Peter Rüttimann (Mitte) macht Druck auf die Urner Marco Müller (links) und Torhüter Tim Kappeler.

Der Eschenbacher Peter Rüttimann (Mitte) macht Druck auf die Urner Marco Müller (links) und Torhüter Tim Kappeler.

Bild: Patrick Huerlimann

Eschenbach – Uri 9:2 (5:1, 1:0, 3:1)
Neuheim. – 53 Zuschauer. – Tore: 1. Andreas Kronenberg 1:0. 10. Rüttimann 2:0. 10. Ivan Herger 2:1. 12. Anderhub 3:1. 14. Andreas Kronenberg 4:1, 17. Koller 5:1, 23. Rüttimann 6:1. 41. Urs Arnold 6:2. 48. Lukas Kronenberg 7:2, 50. Koller 8:2. 39. Gehrig 9:2. – Strafen: 2-mal zwei Minuten gegen Eschenbach, 2-mal zwei Minuten gegen Uri. – Eschenbach: Holenstein/Aregger (ab 40.); Schwegler, Mathis; Andreas Kronenberg, Zemp, Rüttimann; Jonas Koller, Anderhub, Amrein, Buholzer, Blum, Gehrig, Lukas Kronenberg, Michelotti, Birrer, Bühlmann, Keller, Bucher. – Uri: Kappeler/Walter; Rolf Arnold, Manuel Arnold, Joël Bissig, Renner, Urs Arnold; Jan Bissig, Noah Schillig, Dominik Arnold, Weber, Marx, Ivan Herger, Müller, Infanger, Alex Schuler, Weltert, Sven Herger, Spitzer, David Arnold.

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