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Der FC Horw ist im Hoch, der FC Ebikon unter den Erwartungen

Im 3.-Liga-Duell der Gruppe 2 gewinnt Favorit Horw gegen ein aufopfernd kämpfendes Ebikon 3:0.

Michael Wyss
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Dino Fischer, Stürmer FC Horw.

Dino Fischer, Stürmer FC Horw.

Bild: Michael Wyss

«Schade. Wir hielten lange Zeit mit gegen ein Spitzenteam in unserer Gruppe. Wir hatten unsere Chancen, doch Horw hat viel Qualität. Hier zu verlieren, ist keine Schande. Aber der eine oder andere Punkt fehlt in der Zwischenbilanz», zeigt sich Ebikons Präsident Beat Niederberger nach dem Spiel gefasst. Zusammen mit seinem Sohn und Sportchef Philipp Niederberger litt der Vereinshöchste auf dem Seefeld mit seiner Equipe mit.

Doch Horw war letztlich spielerisch eine Klasse besser. Das Team von Trainer Marco Mangold und Dominic Schilling, bewahrte stets die Ruhe und spielte geduldig. Innert neun Minuten machte Horw mit drei Treffern alles klar: Dino Fischer (72., 1:0) und Florian Fallegger (78., 2:0; 81., 3:0) mit einem Doppelpack besiegelten mit ihren Treffern Ebikons Niederlage. Die Bilanz mit einem Sieg und drei Niederlagen ist ernüchternd.

Trotz schwierigem Start peilt Ebikon die Spitze an

Der Trainer der Rontaler, Vincenzo Palatucci: «Ich bin enttäuscht. Wenn es rund 20 Minuten vor Schluss bei Horw 0:0 steht, hat man berechtigte Hoffnung auf einen Punktgewinn. Es zeigt auch, dass wir Klasse haben. Letztlich haben wir individuelle Fehler praktiziert, die zur Niederlage führten. Ärgerlich.»

Mit einem Sieg und drei Niederlagen ist der Auftakt in die neue Meisterschaft nicht geglückt. «Absolut nicht. Wir haben höhere Ansprüche. Mit Gunzwil, Malters und Horw hatten wir auch ein happiges Startprogramm. Wir sind aber auf dem richtigen Weg und werden an dieser Truppe noch viel Freude haben», verspricht Palatucci. Auf das Saisonziel angesprochen, sagt er:

«Ich strebe eine Spitzenplatzierung an. Wir wollen im Kampf um die Top-2 bis am Schluss mitmischen. Das ist nicht unrealistisch.»

Am Samstag (18.00, Risch) kommt es zum Derby gegen Root. Ein Sieg ist Pflicht, wie FCE-Sportchef Philipp Niederberger forderte: «Dieser ist budgetiert. Es bleiben uns noch sieben Spiele bis zur Winterpause. Das ergibt 21 Punkte. Ganz einfach.» Im IFV-Cup-Sechzehntelfinal muss Ebikon am Dienstag, 28. September, in Sachseln (4.) antreten.

«Es macht Spass, dieses Team zu trainieren»

Für Horw, das auf die Saison hin neu von den beiden Challenge- League-Erfahrenen Marco Mangold (Trainer) und Dominic Schilling (Assistenztrainer) trainiert werden, ist der Auftakt geglückt. Vier Spiele, vier Siege und ein Torverhältnis von 16:0. «Wir sind erfreut und sehr glücklich, die Jungs machen bisher einen super Job. Es macht Spass, dieses Team zu trainie-ren», zeigte sich Mangold stolz. Und Schilling betonte: «Das Kollektiv ist unsere Stärke. Der Teamgeist ist sehr positiv und fussballerisch haben wir viel Qualität.»

Mit Horw ist diese Saison weit oben in der Tabelle zu rechnen: «Die Aufstiegsspiele wären reizvoll. Die Gruppe 2 ist jedoch stark besetzt, und es wird sicher spannend bleiben», ist Dino Fischer, der 26-jährige Stürmer und Torschütze zum 1:0, überzeugt. Schilling: «Wir müssen weiter hart arbeiten und lassen uns von der Tabelle nicht blenden. Ich weiss die Lage richtig einzuschätzen.» Und Mangold warnt:

«Mit Malters und Gunzwil warten nun zwei Topteams auf uns. Hier gilt es sich zu beweisen. Das dürfte eine erste Standortbestimmung werden.»

Und am Dienstag, 28. September, wartet im IFV-Cup (Sechzehntelfinal) im Heimspiel Reiden (3.). Mangold dazu: „Der IFV-Cup geniesst wichtige Priorität. Die Qualifikation für die erste Haupt-runde wäre sensationell. Wenn wir hier auf dem Seefeld den SC Kriens oder den FC Luzern begrüssten könnten, wäre das ein grosses Ding für uns. Ein Traum!“ Wer weiss, zu was dieses Horw alles fähig sein wird. Momentan offenbaren die Kicker vom Seefeld keine Schwächen. Mit anderen Worten können die Horwer sich nur selber im Weg stehen.

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