Fussball
Der FC Hitzkirch bekommt die Grenzen aufgezeigt und kämpft gegen den Abstieg

Drittligist Gunzwil wird seiner Favoritenrolle gerecht und besiegt Hitzkirch 4:0. Die Seetaler sind nun gefordert.

Michael Wyss
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Benedikt Lustenberger, Trainer FC Hitzkirch.

Benedikt Lustenberger, Trainer FC Hitzkirch.

Bild: Michael Wyss

«Wir sind Aussenseiter und können im Michelsamt nur gewinnen», sagt Hitzkirchs neuer Trainer Benedikt Lustenberger – er folgte in der Winterpause auf Markus Winiger – vor dem Duell beim FC Gunzwil. «Punkten müssen wir gegen unsere direkten Mitstreiter im Kampf um den Ligaerhalt, Teams wie Hergiswil II oder Buochs II», so das 28-jährige Hitzkircher-Eigengewächs, das in Gelfingen aufwuchs.

Für die Seetaler (sieben Punkte) gab es beim letztjährigen Absteiger und Kandidaten für die Aufstiegsspiele nichts zu holen. Hitzkirch kassierte in Gunzwil eine 0:4-Niederlage. Am Samstag folgt nun ein kapitales Spiel bei Hergiswil II, einem Mitstreiter im Kampf um den Klassenerhalt. «Wer in der Liga bleiben will, muss in diesen Duellen bestehen. Hier warten Big Points», weiss Lustenberger, der einige Jahre selbst im Fanionteam des FC Hitzkirch spielte. Dass die Qualität vorhanden ist, glaubt Lustenberger:

«Wir können mit diesem Team die Klasse halten. Fussball spielen können diese Jungs, ich bin zuversichtlich, dass wir nicht absteigen.»

Lustenberger steht zudem mit Pascal Erne (50) ein Coach zur Seite, der den Verein bestens kennt und parallel zum 3.-Liga-Engagement weiterhin zusammen mit Lustenberger die A-Junioren vom Team Seetal trainiert. «Wir kennen uns aus gemeinsamen Nachwuchszeiten beim Team Seetal und wissen, wie wir das Team aus dem Abstiegssumpf führen können.» Lustenbergers Engagement ist auch eine Herzenssache: «Ich habe hier meine Wurzeln, der FC Hitzkirch ist mein Stammverein. Dass ich dem Team helfe, war für mich eine Selbstverständlichkeit.» Sein Engagement ist vorerst bis im Sommer befristet.

Gunzwil hat einige Teams auf den Fersen

Gunzwil erfüllte mit dem 4:0-Sieg gegen Hitzkirch die Pflicht und behauptet sich mit 23 Punkten auf Rang zwei.

«Wir wollen den zweiten Rang halten. Die Aufstiegsspiele sind immer ein Highlight für den Verein und die Spieler. Das wäre natürlich schön und ein positives Zeichen nach dem Abstieg im letzten Sommer»,

so Coach Adrian Sager (35). «Es wird jedoch nicht einfach, die Gruppe ist stark besetzt und wir haben in der Winterpause etwas an Routine verloren nach dem Aderlass einiger Stammspieler.»

Adrian Sager, Coach FC Gunzwil.

Adrian Sager, Coach FC Gunzwil.

Bild: Michael Wyss

Das Durchschnittsalter beträgt nun 24 Jahre. Sager, der im Sommer Gunzwil verlässt und beim FC Eschenbach Juniorenobmann wird, sagt weiter: «Wir werden sukzessive Nachwuchsspielern eine Chance geben, sich im Fanionteam zu beweisen.» Mit Ebikon wartet am Samstag ein Spitzenteam, das zusammen mit Malters ebenfalls um Rang zwei buhlt. Sager: «Es wartet eine erste Standortbestimmung. Wir müssen von der ersten Minute Bereitschaft signalisieren, dann können wir bestehen.»

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