Vier Absteiger möglich: Man rechnet beim FC Hochdorf mit dem Schlimmsten

Das Seetaler-Derby in der regionalen 2. Liga gewinnt Hochdorf gegen Emmen 3:1. Der Gastgeber feierte den dritten Sieg in Serie. Doch die Lage bleibt kritisch.

Michael Wyss
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Emmens Innenverteidiger Eloy Rojas Arostegui (rechts) versucht hier den Hochdorfer Flügelspieler Raphael Wildisen aufzuhalten. Bild: Manuela Jans-Koch (Hochdorf, 6. April 2019)

Emmens Innenverteidiger Eloy Rojas Arostegui (rechts) versucht hier den Hochdorfer Flügelspieler Raphael Wildisen aufzuhalten. Bild: Manuela Jans-Koch (Hochdorf, 6. April 2019)

Grosse Töne hatte Hochdorfs Trainer Edi von Moos (39) zu Beginn der Rückrunde angeschlagen. «Wir wollen einen Mittelfeldplatz anstreben. Ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingt, denn wir haben im Team viele junge und hungrige Spieler, die fussballerisch stark sind und ein gutes Kollektiv bilden», lautete sein Statement. Auf diese Worte liessen die Hochdofer aber Taten folgen. Mit drei Siegen in Serie, gegen Gunzwil (5:0), Sursee (4:1) und Emmen (3:1), ist der Start geglückt. Das freute Sportchef Marcel Limacher (28): «Die drei Siege waren enorm wichtig für unsere junge Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von erst 21 Jahren. Das war gut für das Selbstvertrauen, denn der Abstiegskampf wird uns lange fordern», ist Limacher überzeugt. Ein Blick auf die Tabelle bestätigt seine Aussage. Aktuell steht Hochdorf auf dem 9. Rang mit 22 Punkten. «Diese Saison benötigt man über 30 Zähler für den Ligaerhalt. Ich rechne mit 35 Punkten», so von Moos. Unrecht hat der Hochdorfer, der seit dem letzten Sommer die Seetaler trainiert, nicht.

Pikant ist nämlich, dass es bis vier Absteiger aus der regionalen 2. Liga geben kann. Grund sind die abstiegsbedrohten 2.-Liga-interregional-Mannschaften aus dem IFV-Gebiet. Aktuell sind aus der Gruppe 4 Eschenbach, Kickers Luzern, Sarnen, Ibach, Perlen-Buchrain, Altdorf, Hergiswil und Brunnen und aus der Gruppe 5 Ägeri bedroht. «Wir müssen mit dem Schlimmsten rechnen. Deshalb heisst unser Ziel mindestens Rang 10 in Betracht zu ziehen», so Limacher. Momentan hat Hochdorf vier Punkte Reserve auf den 11. Rang. «Die Luft nach hinten ist und bleibt dünn. Doch wir werden den Ligaerhalt bewerkstelligen. Wir haben Spieler, die aus dem Team Seetal stammen und hier beim FC Hochdorf ihre Wurzeln haben. Das wird entscheidend sein, wenn es um Sein oder Nichtsein geht», glaubt der 21-jährige Silvan Williner. Der Verteidiger, der in Aesch aufgewachsen ist und aus dem Team Seetal (Nachwuchsprojekt der Vereine Eschenbach, Hochdorf und Hitzkirch) stammt, sagt weiter: «Wir sind auf Kurs und haben einen super Start ins 2019 erlebt, doch wir müssen konstanter werden. Im Spiel gegen Emmen hatten wir Aussetzer und verspielten das 2:0 fast noch. Das darf uns nicht mehr passieren.»

SC Emmen kommt nicht in die Gänge

Mit drei Niederlagen (2:5 gegen Schattdorf, 0:2 LSC und 1:3 Hochdorf) ist Emmen resultatmässig enttäuschend gestartet. Dank der geglückten Vorrunde und 25 erspielten Punkten, hat sich die Negativserie noch nicht auf die Tabelle ausgewirkt. Die «Flieger» stehen auf dem 6. Rang, müssen aber schnell zum Siegen zurückfinden. «Wir müssen uns selber an der Nase nehmen. Gegen Hochdorf zeigten wir nur 45 Minuten Fussball. Das genügt nicht. Mindestens einen Zähler müssten wir hier mitnehmen», so ein enttäuschter Emmen Trainer Dragan Bijorac (30) und sagt: «Ich fordere auch mehr Leistungsbereitschaft. Sei es im Training oder im Spiel. Wir müssen 10 Prozent mehr Siegeswille und Kampfbereitschaft aufbringen. Dann werden auch die Resultate wieder stimmen.»

Am Samstag (18.00, Feldbreite) kommt es zum Emmer-Derby. Vielleicht kommt der Leader Emmenbrücke, der zuletzt schwächelte (1:1 gegen Gunzwil; 1:1 Sursee II) zum richtigen Zeitpunkt für die Emmer.

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