Die Emmetterin Nathalie Gröbli erweitert ihre Ski-Medaillensammlung

Für Nathalie Gröbli geht eine gute Saison mit einem Dreifach-Erfolg zu Ende. Die 22-jährige Nidwaldnerin gewinnt an den Schweizer Meisterschaften gleich drei Bronzemedaillen.

Peter Geber Plech
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Nathalie Gröbli fährt auch im Super-G auf das Schweizer-Meister-Podest. Bild: Keystone/Urs Flüeler (Hoch-Ybrig, 22. März 2019)

Nathalie Gröbli fährt auch im Super-G auf das Schweizer-Meister-Podest. Bild: Keystone/Urs Flüeler (Hoch-Ybrig, 22. März 2019)

Die Sammlung mit Medaillen und Pokalen in der Wohnstube im Hause Gröbli in Emmetten hat in der vergangenen Woche Zuwachs bekommen – dreifachen Zuwachs. Am Donnerstag gab es Bronze in der Abfahrt, am Freitag kamen für Nathalie Gröbli noch zwei weitere derart legierte Medaillen im Super-G und in der Alpinen Kombination hinzu. Drei Rennen, drei Medaillen – die Nidwaldnerin darf die Schweizer Speed-Meisterschaften auf dem Stoos als Erfolg verbuchen.

Sie sei mit dieser Ausbeute sehr zufrieden, sagt sie. «Ich habe nicht damit gerechnet, dass es gleich in drei Disziplinen derart gut läuft.» Sie habe gehofft, dass es ihr als Titelverteidigerin im Super-G gut laufen möge und sie dort wieder eine Spitzenplatzierung erreichen könne. In jener Disziplin, in der Gröbli im Dezember ihren ersten Podestplatz im Europacup hatte holen können.

Zwei verhaltene Trainingsfahrten

So richtig lancieren konnte die 22-Jährige die nationalen Meisterschaften mit der Abfahrt am Donnerstag auf dem Stoos. Ganz in Gröbli-Manier deutete in den Trainings noch wenig auf den späteren Medaillengewinn hin. Platz 13 in der ersten und Rang 6 in der zweiten Übungseinheit auf der Franz-Heinzer-Piste liessen die Erwartungen nicht zu gross werden. Aber so wie es eben Nathalie Gröblis Eigenheit ist, konnte sie dann, wenn es Ernst gilt, wieder zulegen und musste nur Corinne Suter (0,48 Sekunden Vorsprung) und mit vier Hundertstelsekunden Differenz Priska Nufer den Vortritt lassen.

«Es ist eine coole Piste auf dem Stoos. Es hat steilere Abschnitte und auch etwas flachere Passagen, es ist wellig und alles in allem recht anspruchsvoll.» Weil die Zentralschweizerin coupiertes Gelände ebenso mag wie auch mal ein Flachstück, war die Strecke auf dem Stoos, auch wenn diese nicht wirklich zu Gröblis regelmässig besuchten Trainingsgebieten gehört, kein Nachteil.

Nebst Podestplätzen gibt es gute FIS-Punkte

Der Einstieg in die Schweizer Meisterschaften war mit Platz drei in der Abfahrt geglückt und mit den Medaillengewinnen im Super-G und in der Kombination war auch die Fortsetzung für die Nidwaldnerin äusserst positiv. Und weil mit Werten zwischen 15,42 und 17,85 die erreichten FIS-Punkte auch stimmten, waren die Tage auf dem Stoos rundum zur Zufriedenheit von Nathalie Gröbli. «Diese Punkte kann ich im Hinblick auf den nächsten Winter sehr gut gebrauchen.» Der Gedanke an den nächsten Winter ist, auch wenn bis zum erneuten Saisonstart noch einige Monate ins Land ziehen werden, nicht ganz abwegig. Die Überlegungen betreffend Zielen für die kommende Saison werden zwar noch nicht ausformuliert, aber schon angestellt. «Ich will die nächsten Schritte machen und im kommenden Winter in meinen drei Weltcup-Disziplinen in den Top-30 festsetzen», sagt Gröbli. In der Kombination hat sie das mit den Rängen 25, 20 und 16 bereits geschafft, in Super-G und Abfahrt mit Rängen zwischen 32 und 35 noch knapp nicht.

Das ist Zukunftsmusik. Denn nach den letzten FIS-Rennen und den Materialtests im Hinblick auf die ersten Schneetage des Winters 2019/2020 gibt es auch für Nathalie Gröbli einige Ferientage. Und diese wird sie am Meer verbringen. Allerdings nicht als Strand-Potatoe mit Sonnencreme eingeölt in einem Liegestuhl, wie sie dieser Zeitung verraten hat. «Nein, das ist gar nicht mein Ding. In den Ferien sind viele sportliche Dinge geplant – zum Beispiel Klettern.» Aktivitäten also, die durchaus auch als Vorbereitungstraining in Bezug auf Kraft und Koordination gesehen werden können. Und auch das ist ganz im Sinne von Nathalie Gröbli, denn im Hause Gröbli gibt es noch immer Platz für die eine oder andere Medaille. Auch wenn dieser vergangene Woche etwas geringer geworden ist.

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