Langlauf
Mit lauter Unterstützung zum Sieg: Die Giswiler Trychler feuern Janik Riebli an

Der Giswiler Janik Riebli gewinnt wie im Vorjahr den Langis-Sprint. Auch Lea Fischer und Nadia Steiger überzeugen.

Roland Bösch
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Janik Riebli lässt sich nach seinem Triumph von den Fans feiern.

Janik Riebli lässt sich nach seinem Triumph von den Fans feiern.

Bild: Patrick Hürlimann (Glaubenberg, 2. April 2022)

Einmal mehr erwies sich der Langis-Sprint als würdiger Abschluss der nationalen Langlauf-Saison. Der Skiclub Horw überzeugte dabei auch unter der neuen Leitung von Thérèse Spöring-Aebi als flexibler Veranstalter. Aufgrund der Schneesituation wurde kurzerhand in enger Zusammenarbeit mit Loipe Langis die Streckenführung angepasst. Zudem kam erstmals auch ein neuer, von den Swiss-Ski-Verantwortlichen empfohlener Wettkampfmodus zum Einsatz. Anstelle des K.o.-Systems standen sich bereits in den Viertelfinals die Besten des Prologs gegenüber.

Ausscheiden konnten die Besten jedoch nicht. Es wurde mit Auf- und Absteigern gearbeitet. Ausserdem mussten die einzelnen Ränge in der Rangliste ausgelaufen werden. Oliver Matthey, der als Technischer Delegierter der FIS amtete, zeigte sich begeistert:

«Dieser Modus ist im Sinne der Athletinnen und Athleten. Sie kommen so innerhalb des Wettkampfs zu mehr Einsätzen. Und die einzelnen Läufe sind umkämpfter.»

Nadia Steiger sammelt wertvolle Erfahrungen

Nadia Steiger vom Skiclub Horw belegte bei der U20 im Prolog den vierten Rang. Die 17-Jährige konnte sich bis zum Finallauf halten. In der Endabrechnung wurde die Sportmittelschülerin gute Dritte. «Ich bin mit dem Resultat grundsätzlich zufrieden. Allerdings habe ich den Viertel- und Halbfinal jeweils dominiert und mir entsprechend im Finallauf gegen die gleichen Athletinnen noch etwas mehr ausgerechnet», bilanzierte Steiger. Den Start des Finallaufs verschlief sie ein wenig. In der Folge war es auf der selektiven Strecke schwierig, sich ganz an die Spitze hervorzuarbeiten. Alles in allem blickt die Luzernerin auf eine Saison mit zahlreichen Höhepunkten zurück. Dazu gehört die Teilnahme am olympischen Festival der Europäischen Jugend im März in Vuokatti. Zurück aus einer coronabedingten Pause fielen die Resultate in Finnland zwar eher verhalten aus, doch hat Steiger viele Erfahrungen gesammelt.

«Es war für mich sehr eindrücklich, gemeinsam als eine Nation anzutreten und von den noch professionelleren Strukturen zu profitieren.»

Nadine Fähndrich ist die grosse Abwesende

So richtig laut wurde es beim Finallauf der Männer. Aus Giswil waren Trychler angereist, um Janik Riebli zu unterstützen und seinen jüngeren Bruder Ramon vom aktiven Langlaufsport zu verabschieden. Der Weltcup-Läufer Janik Riebli hinterliess bereits im Prolog mit klarer Bestzeit einen guten Eindruck. Einzig Valerio Grond, sein Trainingspartner und U23-Weltmeister im Sprint, konnte richtig mithalten. Im Viertelfinal lief er sogar vor Janik Riebli über die Ziellinie. Im Halbfinal und Final kehrte der 23-jährige Riebli den Spiess um und wiederholte den Vorjahressieg. «Vor der Haustüre ein Rennen zu gewinnen, tut gut. Es ist immer wieder ein Erlebnis, mit Valerio und Co. bis zum letzten Zentimeter zu kämpfen», gab der Obwaldner zu Protokoll.

Mit dem undankbaren vierten Schlussrang musste sich Cyril Fähndrich vom Skiclub Horw begnügen. Der Eigenthaler sicherte sich somit aber den zweiten Schlussrang in der Swiss-cup-Wertung. Dies, nachdem er vor wenigen Tagen bereits in der europäischen Continentalcup-Wertung mit lediglich zwei Punkten Rückstand den sehr guten zweiten Schlussrang belegt hatte.

«Das Glück lag in dieser Saison zwar einige Male nicht auf meiner Seite, dennoch darf ich von einem grossen Schritt in die richtige Richtung sprechen»,

sagte der Swiss-Ski-Athlet nach dem Rennen. Cyril Fähndrich liess dabei klar durchblicken, dass er sich im nächsten Winter für noch mehr Weltcup-Einsätze aufdrängen möchte.

Grosse Abwesende beim Langis-Sprint war Cyrils Schwester Nadine Fähndrich. Aufgrund eines positiven Coronatests musste sie auf die Reise ins Obwaldnerland verzichten. Im Rennen der Frauen hatte die Zentralschweiz jedoch mit Lea Fischer einen weiteren Trumpf am Start. Die Engelbergerin wurde hinter der U23-Weltmeisterin Anja Weber Zweite und schaffte so als Dritte noch den Sprung auf das Swiss-Cup-Podest.

Rangliste: skiclub-horw.ch

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