Laufsport
Mit Spass zum Erfolg: Yves Cornillie unterbietet seine Bestleistung

Am 32. Willisauer Lauf erreicht Yves Cornillie von der Läuferriege Gettnau den dritten Rang – und ist überrascht.

Stefanie Barmet
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Der Huttwiler Yves Cornillie bei der Zielankunft.

Der Huttwiler Yves Cornillie bei der Zielankunft.

Gute Laune war am vergangenen Samstag garantiert. Nach einem Jahr Unterbruch herrschte im Städtchen Willisau endlich wieder Lauffeststimmung. Begleitet von Sonnenschein und dem zahlreich erschienenen Publikum, absolvierten 800 Läuferinnen und Läufer den 32. Willisauer Lauf. Highlight war wie in den Vorjahren der Einlauf im Städtchen, wo sämtliche Läuferinnen und Läufer frenetisch gefeiert wurden.

Besonders stark war der Jubel für die bestplatzierten Frauen und Männer. Mit Daniela Matter aus Oberkirch bei den Frauen und Mekonen Tefera aus Enggistein bei den Männern setzten sich zwei neue Gesichter durch. Daniela Matter war mit einer Zeit von 50:15 Minuten lediglich eine Sekunde schneller als die Ebikerin Flora Colledge. Auf Rang drei lief die einheimische Crosstriathletin Ladina Scherzinger-Buss, die in diesem Jahr erstmals Mutter geworden ist.

Spannende Duell um Ränge zwei und drei

Deutlicher fiel der Sieg im Männerrennen aus. Mekonen Tefera war mit einer Zeit von 38:45 Minuten über eine Minute schneller als seine ersten Verfolger, von denen er sich früh im Rennen absetzen konnte. Lediglich Kadi Nesero, der dreifache Sieger des Willisauer Laufes, blieb ihm lange auf den Fersen. Jedoch büsste Nesero für sein hohes Anfangstempo, brach regelrecht ein und musste am Ende mit Rang vier vorliebnehmen.

Hinter dem Tagessieger entwickelte sich im Männerrennen ein spannendes Duell um die Ränge zwei und drei. Der 29-jährige Simon Leu aus Buchrain und der sieben Jahr jüngere Huttwiler Yves Cornillie arbeiteten gut zusammen und konnten die Pace hochhalten. Auf dem letzten Kilometer war Simon Leu der stärkere der beiden Kontrahenten und konnte sich im Schlussspurt mit einem Vorsprung von fünf Sekunden den zweiten Rang sichern. Der drittplatzierte Yves Cornillie, der für die Läuferriege Gettnau startet und die Schweiz bereits an Crosslauf-Europameisterschaften vertreten hat, war von seiner eigenen Leistung überrascht.

«Ich fühle mich fit, war aber sicher schon besser in Form. Dementsprechend habe ich mir nicht allzu viel vorgenommen und bin vor allem mit viel Freude ins Rennen gegangen.»

Mit einer Zeit von 39:58 Minuten war der 22-Jährige über 90 Sekunden schneller als bei seiner letzten Teilnahme vor drei Jahren. «Ich habe mir vorgenommen, nach dem Aufstieg auf den Mettenberg noch genügend Reserven für die letzten fünf Kilometer zu haben, was mir relativ gut gelang.»

Auch wenn der Geschichtsstudent, der die Nebenfächer Archäologie und Biologie belegt, derzeit weniger wettkampforientiert trainiert als in den Vorjahren, geniesst der Laufsport nach wie vor einen hohen Stellenwert in seinem Leben. «Ich trainiere weniger verbissen als früher und mehr nach Lust und Laune. Momentan habe ich sehr grossen Spass am Training und bin dementsprechend fleissig. Demnächst werde ich wohl ein, zwei Crossläufe absolvieren. Auch da soll der Spass im Vordergrund stehen.»

32. Willisauer Lauf. Hauptlauf. Männer: 1. Mekonen Tefera, Enggistein 38:45. 2. Simon Leu, Buchrain 39:53. 3. Yves Florent Cornillie, Huttwil 39:58. 4. Kadi Nesero, Rombach 40:07. 5. Andreas Meyer, Willisau 41:30. 6. Roman Vögeli, Klingnau 43:11. 7. Oliver Daniel Senn, Bözberg 43:16. 8. Nico Graber, Oftringen 43:57. 9. Martin Kuster, Luzern 44:17. 10. Egon Auchli, Engelberg 44:33. – Frauen: 1. Daniela Matter, Oberkirch 50:15. 2. Flora Colledge, Ebikon 50:16. 3. Ladina Scherzinger-Buss, Willisau 51:13. 4. Maria Pfeifer, Ebikon 51:43. 5. Michèle Rudolf-Hörler, Hitzkirch 51:58. 6. Jasmin Krügel, Schötz 52:06. 7. Helen Galliker, Luzern 52:39. 8. Kate Botterill, Vandoeuvres 54:23. 9. Anna Katharina Theobold, Luzern 56:11. 10. Fien Torbeyns, Willisau 57:10.

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