Leichtathletik
OYM-Nutzer in guter Form: Auch Silke Lemmens profitiert

Am Berner Citius-Meeting zeigen die Innerschweizer Aushängeschilder, dass von ihnen auch in der zweiten Saisonhälfte mit Topresultaten zu rechnen ist.

Jörg Greb
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Lea Sprunger übergibt an den Olympischen Spielen von Tokio den Stab an die Zugerin Silke Lemmens.

Lea Sprunger übergibt an den Olympischen Spielen von Tokio den Stab an die Zugerin Silke Lemmens.

Laurent Gillieron / KEYSTONE

Der Bündner 200-m-Sprinter William Reais (22) – er ist der Leichtathletik wegen nach Emmen gezogen und profitiert so von den vorzüglichen Trainingsbedingungen am Spitzensportzentrum On your Marks (OYM) in Cham – demonstrierte, dass er es mit dem U23-Europameistertitel von Mitte Juli und dem Olympia-Halbfinal Anfang August nicht bewenden lassen dürfte. «Ich will persönliche Bestmarken laufen», sagte er.

Zuerst sprintete William Reais die halbe Bahnrunde in 20,26 Sekunden. Eine Topzeit. In der Schweiz sind bisher einzig der aktuell gesperrte Alex Willson (19,96) und Reais selber (20,24) schon schneller gelaufen. Über die von ihm selten absolvierten 100 m steigerte er sich in Bern um beachtliche 13 Hundertstel auf 10,22 Sekunden – Schweizer U23-Rekord. 4 Hundertstel blieb er unter der Marke von Elite-Rekordhalter (10,18) Alex Willson. «Ich merke, wie die Form langsam ansteigt», sagte Reais.

«Durch meine Muskelverletzung Mitte Juni war ich zurückgebunden worden, jetzt kann ich vorwärtsschauen.»

Silke Lemmens «kann geniessen»

Mit Silke Lemmens deutete auch die Baarerin in der OYM-Trainingsgruppe eine viel versprechende Form an. Im Gegensatz zu Reais legte die 21-jährige Saisonaufsteigerin aber nach Olympia (Schweizer Rekord mit der 4x400-m-Staffel) und U23-EM-Bronze eine Pause ein – wenn auch nur drei Tage. «Die brauchte ich für den Kopf», sagte sie. Und offenbar tat das ihr gut. Mit 24,01 Sekunden stellte sie eine neue persönliche Bestmarke über 200 m auf. «Die Schnelligkeit ist da, jetzt bin ich gespannt, was am Donnerstag bei Athletissima über 400 m herausschaut.» Und sie formuliert die Basis, auf der sie nun aufbaut: «Ich habe all das Positive im Hinterkopf, muss nichts mehr beweisen und kann geniessen und mit Spass laufen.»

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