Fussball
Rotkreuzer Traum ist geplatzt

Der FC Rotkreuz verliert den Spitzenkampf gegen Freienbach mit 2:3 und spielt auch nächste Saison in der 2. Liga inter.

Martin Mühlebach
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Rotkreuz-Trainer Rene Erlachner: «Wir standen dem Sieg ebenso nahe wie unser Gegner.»

Rotkreuz-Trainer Rene Erlachner: «Wir standen dem Sieg ebenso nahe wie unser Gegner.»

Bild: Matthias Jurt, (Rotkreuz, 1. August 2020)

Der Rotkreuzer Cheftrainer René Erlachner sagte nach dem Abpfiff der Auswärtspartie seiner Elf gegen Freienbach: «In den entscheidenden Spielsituationen fehlte uns das nötige Glück. Wir standen dem Sieg ebenso nahe wie unser Gegner.» Erlachners Aussage ist nachvollziehbar. Seine Mannschaft dominierte die Schlussphase des Spitzenkampfs in der 2. Liga inter. Nachdem der in der 73. Minute eingewechselte Leonardo Tramontano sieben Zeigerumdrehungen später den 2:2-Ausgleich erzielt hatte, erarbeitete sich Rotkreuz zwei, drei ausgezeichnete Torchancen, die aber ungenutzt blieben.

Der Rotkreuzer Teamchef René von Euw hat wohl recht, indem er sagt: «Wenn wir das 3:2 geschossen hätten, hätten wir unser Tor verbarrikadieren und Freienbach anrennen lassen können.» Soweit kam es dann halt nicht. Es war ein Entlastungsangriff der unter Druck geratenen Platzherren aus dem Kanton Schwyz, der ihnen durch ein Tor von Adriano Sodano den 3:2 Sieg einbrachte. Und der die Rotkreuzer Aufstiegsträume platzen liess.

Zuger zeigen zu viel Respekt

Unverdient war der Sieg von Freienbach freilich nicht. Das Heimteam war Rotkreuz in den ersten 20 Spielminuten klar überlegen. Folgerichtig ging es in der 9. Minute durch einen von Mattia Desole verwandelten Foulelfmeter mit 1:0 in Führung. Der FC Rotkreuz, der zu viel Respekt vor seinem Widersacher zeigte, konnte in der 39. Minute durch Dragan Gyorgiev – ebenfalls mittels Foulpenalty – den zu diesem Zeitpunkt eher schmeichelhaften 1:1-Ausgleich markieren.

Von unzähligen Fouls geprägte Partie

Nach der Pause stürmten die Platzherren – wie schon zu Beginn der 1. Halbzeit – auf Teufel komm raus. Mit Erfolg. In der 48. Spielminute schoss Maxim Döttling die Aussenschwyzer mit 2:1 wieder in Front. Der FC Rotkreuz warf nun alles in die Waagschale. Nach dem Ausgleich in der 80. Spielminute durch Tramontano standen die Zentralschweizer dem Sieg deutlich näher – aber es war der Freienbacher Sodano, der mit seinem Tor zum 3:2 den Schlusspunkt unter eine Partie setzte, die von unzähligen Fouls und gelben Karten geprägt worden war.

Die Rotkreuzer Teamverantwortlichen René Erlachner und René von Euw zeigten sich als faire Verlierer. Sie gratulierten Freienbach zum Sieg und betonten unisono: «Unser Aufstiegstraum ist geplatzt. Nun schauen wir sofort wieder vorwärts und greifen in der kommenden Saison wieder an.»