Unihockey
Die Sarner Unihockeyaner scheitern am Überzahlspiel

Ad Astra Sarnen kassiert bei der 4:9-Niederlage gegen die Tigers Langnau gleich zwei Shorthander.

Melk von Flüe
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Der Sarner Stürmer Jens Sommerhalder (Mitte) wird von zwei Langnauern in die Zange genommen.

Der Sarner Stürmer Jens Sommerhalder (Mitte) wird von zwei Langnauern in die Zange genommen.

Bild: Pius Amrein (Sarnen, 3. Oktober 2021)

Alexander Rudd liess die gesamte Sarner Dreifachhalle wissen, was er vom Powerplay seines Teams hielt. Ad Astras Superstar stiess einen Frustschrei der sehr lauten Sorte aus. Denn statt in Überzahl kurz vor der zweiten Drittelspause den 4:4-Ausgleich zu erzielen, kassierten die Sarner einen Shorthander zum spielentscheidenden 3:5. Denn Sarnen konnte im Schlussdrittel nicht mehr reagieren.

Es war nicht das einzige Powerplay, das nicht nach dem Gusto der Obwaldner verlief. Fünfmal durften sie in Überzahl antreten, doch nur einen Treffer erzielten die Einheimischen. Schlimmer noch: Gleich zweimal düpierten die Langnauer den Sarner Powerplay-Block und netzten zu Shorthandern ein – ein veritables Powerplay-Debakel. «Die Special Teams haben diesmal den Unterschied ausgemacht», wusste Marcel Kramelhofer nach dem Spiel. Ad Astras Verteidiger zeigte sich enttäuscht über die Leistung seines Teams, denn:

«Ich sehe Langnau eigentlich auf Augenhöhe mit uns. Wir haben es nun verpasst, uns eine gute Ausgangslage in der Tabelle zu verschaffen.»

Schweden-Block ausgebremst

Zwei Tage nach dem 7:2-Auswärtssieg im Cup gegen die Bern Capitals aus der 1. Liga geriet Ad Astra gegen die Tigers Langnau bereits früh ins Hintertreffen. Ein Doppelschlag innert 15 Sekunden brachte den Gästen aus dem Emmental eine Zweitorführung. Die Langnauer machten Ad Astra das Leben mit schnellem Konterspiel schwer. Einzig Goalie Pascal Amrein war es zu verdanken, dass es nach 20 Minuten erst 1:3 stand.

Nach der ersten Drittelspause setzte Sarnens Trainer Mikael Öhman vermehrt auf seine Landsmänner. Er liess seine vier Schweden mehrheitlich im selben Block auflaufen, was allerdings nur bedingt Erfolg brachte. Zwar erzielten Topskorer Alexander Rudd und Oliver Froslind die Anschlusstreffer zum 2:3 und zum 3:4. Die Schweden standen aber auch bei den Toren zum 2:4 und zum 3:5 auf dem Feld. Letzteres bei Sarner Überzahl leitete die Niederlage endgültig ein. Das Sarner Powerplay-Debakel machte der Shorthander zum 3:7 der Langnauer komplett.

Berner Wochen enden mit Dämpfer

Mit der 4:9-Niederlage gegen die Tigers Langnau endeten für Ad Astra veritable Berner Wochen. Zum fünften Mal in Folge stand den Obwaldnern ein Gegner aus dem Kanton Bern gegenüber. Die Bilanz: 3:2-Siege für die Berner. Hatten die Berner Wochen mit dem 8:3-Sieg in Thun noch verheissungsvoll begonnen, endeten sie für Ad Astra Sarnen mit einem herben Dämpfer. Denn beim Sieg im Cup gegen Bern erledigte das Team von Mikael Öhman nur die Pflicht. Vom zweiten Tabellenrang – nach dem Auswärtssieg in Thun – ging es für die Obwaldner aufgrund der drei Niederlagen gegen Köniz (3:9), Wiler-Ersigen (2:5) und Langnau (4:9) nur nach abwärts. Mittlerweile sind die Obwaldner mitten im Strichkampf angekommen.

«Gegen Köniz und Wiler-Ersigen hatten wir gute Ansätze. Und an einem anderen Tag ist auch Langnau schlagbar», zeigte sich Marcel Kramelhofer dennoch optimistisch. Dieser Tag hätte schon am Sonntag sein können, doch das eigene Powerplay liess Ad Astra schmerzlich mit Stich.

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Ad Astra Sarnen – Tigers Langnau 4:9 (1:3, 2:2, 1:4)
Dreifachhalle, Sarnen. – 301 Zuschauer. – SR Bühler/Bühler.
Tore: 6. Gfeller (Rentsch) 0:1. 6. Fankhauser (Matteo Steiner) 0:2. 7. Forslind (Eberhardt) 1:2. 9. Siegenthaler (Mathias Steiner) 1:3. 27. Rudd 2:3. 33. Kropf (Lauber) 2:4. 37. Forslind (Rudd/Ausschluss Lauber) 3:4. 39. Lauber (Steiner/Ausschluss Gerber!) 3:5. 42. Lauber (Steiner) 3:6. 43. Lauber (Steiner/Ausschluss Nyh!) 3:7. 56. Steiner (Kropf/Ausschluss Odermatt) 3:8. 60. Cornel von Wyl (Rudd) 4:9. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Sarnen; 5-mal 2 Minuten gegen Langnau. – Sarnen: Amrein; Höltschi, Hagert; Basil von Wyl, Oweling; Läubli, Kramelhofer; Odermatt, Rudd, Cornel von Wyl; Eberhardt, Furrer, Forslind; Bitterli, Sommerhalder, Durrer; Durot. – Bemerkung: Sarnen ohne Schöni, Dubacher, Boschung und Lingg (alle verletzt) und Rizzi (abwesend).

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