Fussball
Der FC Sarnen will wieder einmal ein «Winner-Gefühl» erleben

Beim regionalen Zweitligisten Sarnen ist Randy Würsch neu für die Belange der ersten Mannschaft zuständig.

Ruedi Vollenwyder
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Randy Würsch ist neuer Sportkoordinator beim FC Sarnen.

Randy Würsch ist neuer Sportkoordinator beim FC Sarnen.

Bild: PD

Auch nach dem Abstieg in die 2. Liga regional lässt man beim FC Sarnen auf die neue Saison hin «nichts schleifen» und passt sich den fussballerischen Entwicklungen an. Was in früheren Zeiten die Arbeit des Spiko- und später des Sportchefs war, gehört heute in die Kompetenz des Sportkoordinators. Und dieser heisst seit April Randy Würsch. «Ich bin froh um die Entlastung», erklärt Alexander Burch. «Als junger, eher unerfahrener Sportchef fehlte mir ganz klar das nötige Netzwerk, um das Optimum für das Fanionteam herauszuholen.»

Diese Erfahrung bringt der 30-jährige Randy Würsch mit, der nach den Stationen Hergiswil, Küssnacht und Eschenbach die dritte Saison mit Sarnen in Angriff nimmt. Als Spieler der ersten Mannschaft kennt er das Team und deren Bedürfnisse aus erster Hand. «Ich freue mich denn auch riesig auf diesen Sportkoordinator-Job», sagt Würsch.

Was sind die Pflichten eines Sportkoordinators? «Die Priorität liegt auf dem Wohl der ersten Mannschaft. Für Spieler, die etwas auf dem Herzen haben, bin ich die erste Anlaufstelle. Zusammen versuchen wir, das jeweilige Problem zu lösen», verrät er. «Ich bin aber auch zuständig für die Transfers.» Weiter im Fokus ist ein guter Draht zum Vorstand. «Etwelche aufkommende Unruheherde sollen intern schnell besprochen und zusammen ausgeräumt werden.»

Sportkoordinator muss Überzeugungsarbeit leisten

Und was war im Vorfeld dieser Spielzeit für ihn die grösste Herausforderung? «Es braucht viel Überzeugungskraft, um die für uns in Frage kommenden Spieler zu überreden, dass beim FC Sarnen – ohne finanzielle Ansprüche – nicht nur fussballerisch etwas geboten wird, sondern auch neben dem Spielfeld. Pro kontaktierten Anwärter sind zehn Telefonate keine Ausnahme», bemerkt Randy Würsch. Ein erster Erfolg kann der neue Sportkoordinator auf Transferebene schon für sich verbuchen. «Mit Norman Blättler konnte ich einen Topstürmer für uns gewinnen, der uns in den letzten Jahren fehlte. Um diesen Transfer unter Dach und Fach zu bringen, brauchte ich allerdings nicht so viele Telefonate wie erwähnt», meinte er schmunzelnd.

Optimismus vor dem Start gegen den SC Emmen

Mit dem 28-jährigen ehemaligen Hergiswil-Spieler und Jan Wallimann vom FC Alpnach kann Trainer Roger Mathis auf mehr Qualität zählen. Nicht mehr dabei ist hingegen die letztjährige Teamstütze Joshua Ochsenbein, der studienhalber zum FC Breitenrain wechselte.

Das Startspiel ist gleich ein happiges. Die Sarner empfangen heute den SC Emmen, der nur knapp an einer Promotion in die 2. Liga inter gescheitert ist. ­Randy Würsch ist optimistisch. «Zu allererst freue ich mich mega, dass wir die 2.-Liga-Saison wegen einem Leichtathletik-Anlass mit einem Night-Match auf dem alten Seefeld-Platz eröffnen können», so der Mittelfeldspieler. Nach zwei recht frustrierenden Saisons will er mit der Mannschaft endlich wieder einmal «das Feeling eines Siegers spüren, ein Winner-Gefühl ­erleben», dem die Sarner schon lange hinterher rennen.

Fussball, 2. Liga regional. Freitag, 20.00: Sarnen – Emmen (Seefeld).

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