Seinet schnappt Zimmerli den Titel weg

Peter Seinet gewinnt erstmals das Duell der beiden Foiler-Boote um den Titel «Schnellste Jacht» beim Vierwaldstättersee-Cup. Die Organisatoren blicken auf eine gelungene Saison zurück, bei der auch der Wind in fast allen fünf Regatten mitgespielt hat.

Walter Rudin
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Die Crew von Peter Seinet auf der foilenden Quant30 unterwegs auf dem Vierwaldstättersee. (Bild: Walter Rudin (Sisikon, 30. Juni 2018))

Die Crew von Peter Seinet auf der foilenden Quant30 unterwegs auf dem Vierwaldstättersee. (Bild: Walter Rudin (Sisikon, 30. Juni 2018))

Beim traditionellen Absenden im Hotel Waldstätterhof in Brunnen wurden am vergangenen Samstag die erfolgreichen Akteure der VC-Regattaserie geehrt. Präsident Martin Hess zeigte sich mit der vergangenen Saison durchaus zufrieden. Ausser bei der ersten Regatta herrschten immer gute Windverhältnisse und die Teilnehmerzahl bei den Cruisern konnte gesteigert werden.

«Wir sind in den letzten Jahren etwas weggekommen von den Up-Down-Kursen und bieten wieder mehr Langstreckenregatten an», meint Hess und ergänzt, «damit ist es uns gelungen, einige Freizeitsegler aus den Häfen zu locken. Wir wollen den Cruisern auf lange Frist Kontinuität bringen und werden diesen Modus mit fünf Regatten auch in Zukunft so beibehalten.» Dazu soll auch die Nachtregatta gehören, die wieder im Rahmen der Windweek organisiert werden soll.

Aderlass bei Racern 2

Natürlich lässt sich nicht übersehen, dass die Teilnehmerzahl bei den beiden Racer-Klassen in den letzten Jahren geschrumpft ist. Besonders bei den Racern 2 ist der Aderlass beträchtlich. Roger Schumacher, der mit seiner Crew auf einer Platu25 diese Klasse dominierte und mit drei Siegen überlegen gewann, zeigt sich denn auch etwas enttäuscht: «Seitdem viele Platu-Segler die Bootsklasse gewechselt haben und mit der J70 bei der Segelliga regattieren, haben wir leider nicht mehr viel Konkurrenz. Die finden wir nur noch bei internationalen Regatten.»

Den Sieg bei der Racer Klasse 1 machten zwei Boote des Regattavereins Brunnen unter sich aus. Philipp Weber auf einer Esse850 siegte knapp vor dem Team Nessi Racing von Pascal und Heinz Marty. Bei den Cruisern holte sich Roger Habermacher mit seiner Dufour 310 erstmals den Sieg in der Jahreswertung.

Erster Quant-Sieg für Seinet

Neben den drei Klassentiteln, bei denen mit einem Rating gewertet wird, vergibt der Vierwaldstättersee Cup auch den Preis «Schnellste Jacht» für den Sieger über alle Regatten nach reiner Zeitmessung. Hier lieferten sich die beiden foilenden Quant30 jeweils ein packendes Duell in Match-Race-Manier. Mit einem Sieg im letzten Rennen schnappte der Luzerner Peter Seinet den Titel Andreas Zimmerli vom SC Uri noch weg. Für Elmar Barbana, Crewmitglied von Seinet kommt der erste Jahressieg aber nicht überraschend: «Entscheidend war, dass wir dieses Jahr gemerkt haben, wie man auf Vorwindkurs schneller segelt. Zudem hatten wir bei einigen Langstreckenregatten auch den besseren Kurs gewählt.»

Infos und Resultate unter: www.vierwaldstaettersee-cup.ch

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