Fussball
Sins und Rothenburg sind zurück an alter Wirkungsstätte

Die beiden Aufsteiger in die regionale 2. Liga sind bekannt. In Dietwil wird noch gezittert.

Michael Wyss
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Freude beim FC Sins nach der erfolgreichen Saison in der 3. Liga.

Freude beim FC Sins nach der erfolgreichen Saison in der 3. Liga.

Bild: Michael Wyss (Dietwil, 19. Juni 2021)

«Es ist eine Genugtuung, eine grosse Freude, dass wir wieder in der regionalen zweiten Liga spielen. Sins, mit seiner Infrastruktur auf der Sportanlage Letten, verdient Fussball auf diesem Niveau», so Ehrenpräsident Alex Heeb. Er war übrigens, wie auch Vereinspräsident Benno Burkard, die ersten Gratulanten nach dem vielumjubelten Aufstieg, der am Samstag um 19.49 Uhr Tatsache war.

Die Promotion sicherte sich das Team des Trainerduos Samuel Lustenberger/Stephan Lustenberger mit einem nie gefährdeten 5:0-Sieg im Kantonsderby bei Dietwil. «Es war nicht einfach bei diesen hohen Temperaturen. Wir spielten geduldig und waren mental bereit für diese letzte Aufgabe. Ich bin sehr stolz auf diese Jungs, was sie diese Saison leisteten», zeigte sich Samuel Lustenberger sichtlich erleichtert und emotional. Das Gros der Mannschaft bleibt zusammen.

«Wir wollen eine Liga höher eine gute Figur abgeben.»

Letztmals kickten die Oberfreiämter in der Saison 2018/2019 in der regionalen 2. Liga. Lustenberger weiter: «Es soll kein kurzfristiges Abenteuer werden. Unser Anspruch muss es sein, dass wir uns mittelfristig auf diesem Niveau etablieren können.»

Noch ist die Saison für Sins nicht beendet. Im Cup-Viertelfinal wartet heute (20.00, Letten) Obergeissenstein (2. Liga). «Ich rechne uns Chancen aus gegen die Stadtluzerner. Wir sind Aussenseiter, haben deshalb keinen Druck, diese Rolle könnte uns behagen», glaubt Lustenberger.

Ruswil bedauert Streichung der Aufstiegsspiele

Gejubelt wurde auch in Rothenburg. Das Team von Trainer Marc Odermatt besiegte Horw mit 2:1 und sicherte sich den Platz in der regionalen 2. Liga. «Verdientermassen. Wir haben in der abgebrochenen vorletzten Saison, wie auch in dieser verkürzten Spielzeit, in 22 Partien eine Niederlage kassiert. Das spricht für diese Equipe, welche sich diesen Aufstieg mehr als verdiente. Das ist eine beeindruckende Serie», so Odermatt. Rothenburg spielte letztmals in der Spielzeit 2008/2009 in der regionalen 2. Liga.

Der dritte im Bunde, Ruswil, sorgte mit dem 6:4-Heimerfolg über Altbüron-Grossdietwil für einen Spektakelsieg. Gereicht hat es den Rottalern unter ihrem Trainerduo Marco Groenendijk/Reto Heller trotzdem nicht, weil es nur zwei Aufsteiger gibt (weil mit Ägeri und Sarnen mindestens zwei Zentralschweizer-Absteiger aus der 2. Liga inter) und Rothenburg wie auch Sins nicht patzten. Groenendijk:

«Die Meisterschaft war für uns ein Erfolg. Wir haben die Gruppe 3 gewonnen und hätten sicher ein Wort um den Aufstieg mitreden können, wenn die Saison regulär mit den Aufstiegsspielen beendet worden wäre dem Highlight.»

Die Schlussrangliste im Aufstiegskampf wurde mit dem Punkte-Quotienten berechnet (wegen des Rückzugs von Küssnacht II aus der Gruppe 1): 1. Rothenburg 2,72 (30 Punkte; 11 Spiele); 2. Sins 2,70 (27/10); 3. Ruswil 2,54 (28/11). Heute Dienstag (20.00, Schützeberg) kommt es für Ruswil im Cup-Viertelfinal zum Duell mit dem Ligakonkurrenten Dagmersellen.

Nebst den bereits festgestandenen Absteigern Weggis, Küssnacht II (Gruppe 1), Alpnach, Hildisrieden (Gruppe 2), müssen nun auch Zell und Schötz II (Gruppe 3) den Gang in die 4. Liga bestreiten.

Dietwil hofft auf Willisauer Ligaerhalt

Es könnte als siebter Absteiger noch Dietwil (Gruppe 1) treffen, wenn nebst Sarnen (Gruppe 4) und Ägeri (Gruppe 5), auch Willisau (Gruppe 4) aus der 2. Liga inter in die regionale 2. Liga absteigen sollte. Die auf Rang 13 klassierten Willisauer (8 Punkte) haben eine Hypothek von zwei Punkten auf Gambarogno-Contone (11. Rang; 10 Punkte) wett zu machen bei ihrem Gastspiel am Samstag beim achtplatzierten Kickers Luzern. Mit Novazzano (12.; 9) steht jedoch noch eine weitere Tessiner Mannschaft direkt vor Willisau. Mit anderen Worten braucht Dietwil ein Fussballwunder.

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