Langlaufsport
Ein spektakuläres Experiment auf dem Langis bewährt sich

Auf dem Langis wird erstmals der Swiss-Langlauf-Cross durgeführt. Lea Fischer und Christoph Schnider triumphieren.

Roland Bösch
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Auch Matthias Riebli vom Skiclub Schwendi-Langis bewältigt den hindernisreichen Parcours auf dem Langis.

Auch Matthias Riebli vom Skiclub Schwendi-Langis bewältigt den hindernisreichen Parcours auf dem Langis.

Der Concordia-Langlaufcup des Zentralschweizer Skiverbandes hat eine lange Tradition und besteht aus vielen bewährten Rennen. Den Bürer-Langlauf, den Weihnachtslanglauf, den Entlebucher Neujahrslanglauf und den Salwideli-Langlauf gibt es seit mehr als 40 Jahren.

Vor 19 Jahren frischte der Nidwaldner Skiverband mit der erstmaligen Durchführung des Nachtsprints Engelberg den Cup-Kalender auf. Am Samstag stand erneut eine Auffrischung auf dem Programm. Der Skiclub Schwendi-Langis unter der Leitung von Kevin Kathriner liess sich mit der Durchführung des Swiss-Langlauf-Cross auf ein nächtliches Experiment ein.

A-Kaderathletin am Start

Die Zentralschweizer Langlauffamilie folgte der Einladung und wurde mit einem erlebnisreichen Wettkampf auf dem Langis belohnt. Das OK scheute etwa für den Bau der Strecke, die Beleuchtung und die Festwirtschaft keinen Aufwand. Von Beginn weg war klar. Dieser Anlass soll auch ein bisschen Spektakel sein und Zuschauerinnen und Zuschauer anlocken.

Auf einer kurzen Runde traten die Athletinnen und Athleten in der Skating-Technik in K. o.-Duellen auf einer mit Hindernissen gespickten Strecke gegeneinander an. Die jeweils besten Zwei pro Lauf qualifizierten sich für die nächste Runde. Mit Lea Fischer stand sogar eine A-Kaderathletin von Swiss-Ski am Start. «Eine solche Art Wettkampf habe auch ich zum ersten Mal absolviert. Es war einmal etwas anderes in einem Langlaufrennen, einen Sprung zu meistern, Riesenslalomtore zu umfahren und eine Steilwandkurve hinter sich zu bringen», sagte Fischer. Aber auch die langlaufspezifischeren Elemente kamen auf dem Rundkurs nicht zu kurz. Wobei die Engelbergerin betonte:

«Es ist für diese Wettkampfform sicherlich kein Nachteil, dass ich nach der Saison gerne mit den Langlaufski auch auf den Skipisten unterwegs bin.»

Ramon Riebli gewinnt in der U20-Kategorie

Im Final der Frauen liess Fischer nichts anbrennen und spielte ihre Klasse als Kurzdistanzspezialistin aus. Auch wenn es für die C-Kaderathletin Bianca Buholzer vom Skiclub Horw nur zum zweiten Rang reichte, strahlte sie um die Wette. Sie konnte am Samstag ihren 20. Geburtstag feiern. «Für mich gibt es nichts Schöneres, als an einem solchen Tag einen Wettkampf zu absolvieren», erklärte Buholzer. Für Fischer wie Buholzer liegt der Fokus natürlich nicht bei den Regionalrennen. Dennoch tun solche Begegnungen gut, um Kraft zu tanken. Energie benötigt Buholzer in den nächsten Tagen noch einige. Ihr schönstes Geburtstagsgeschenk möchte sie sich etwas verzögert mit der Qualifikation für die Juniorenweltmeisterschaften im Norwegischen Lygna gleich selber machen. Am kommenden Wochenende bei den Continentalcup-Rennen in Planica (SLO) besteht die nächste Möglichkeit, sich auf internationaler Ebene gut in Szene setzen.

Mit dem gleichen Ziel am Start steht in Slovenien auch Ramon Riebli vom Skiclub Schwendi-Langis. Er ging auf dem Langis bei den U20 als Sieger hervor und konnte dabei seinen Bruder Matthias in Schach halten. «Mit einem Sieg bei einem Regionalrennen kann ich mir ja bekanntlich keine Qualifikation für die Junioren-WM sichern. Für die Moral tut jedoch jeder Sieg gut», bilanzierte Ramon Riebli.

Der 45-jährige Christoph Schnider vom Skiclub Flühli ist nach wie vor sehr schnell unterwegs und konnte im Rennen der Männer den über 20 Jahre jüngeren Pascal Christen um Haaresbreite besiegen. Mit diesem packenden Finale traten die beiden Männer ganz zum Schluss des Wettkampfabends den Beweis an, dass der Swiss-Langlauf-Cross Sport und Spektakel vereint.

Rangliste: scs-l.ch, swiss-ski-kwo.ch

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