Orientierungslauf
Spezielles Gelände lockt Läufer an

Über 320 Athletinnen und Athleten starteten am OL auf Melchsee-Frutt. Der einheimische Nachwuchs zeigte sich von seiner besten Seite.

Klaus Joller-Graf
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Aline Mathis verpasste den Sieg nur knapp.

Aline Mathis verpasste den Sieg nur knapp.

Bild: PD

Als entschieden wurde, im Sommer 2021 einen Orientierungslauf auf Melchsee-Frutt durchzuführen, hatte man noch die Bilder von 2013 in Erinnerung. Bei bestem Wetter gingen Orientierungsläufer aus der ganzen Schweiz an den Start und waren begeistert von der Innerschweizer Bergwelt.

Das Karstgelände Richtung Bonistock stellte höchste kartentechnische Herausforderungen. Ging es dann aber in Richtung der Aa-Alp, musste das Lauftempo auf den ausgedehnten, gut belaufbaren Alpweiden sofort erhöht werden. «Natürlich war uns immer klar, dass die Wetterverhältnisse auf der Frutt auch ganz anders sein können als im Sommer 2013 und wir den Lauf absagen oder vielleicht wegen einem Gewitter auch mittendrin abbrechen müssen», erklärte Co-Laufleiterin Annina Battaglia. «Das macht die Organisation nicht einfach. Und so getraute ich mich gar nie, die langfristige Wetterprognose anzuschauen.» Als sie sich dann doch ein Herz fasste, konnte sie aufatmen: «Wir konnten uns auf einen herrlichen Tag ohne Gewitterneigung freuen».

Teilnehmende aus der ganzen Schweiz

So reisten über 320 Athletinnen und Athleten aus der ganzen Schweiz in den Kanton Obwalden. Dass auch Leute aus Schaffhausen oder der Genferseeregion an den Start gingen, war eher unerwartet. Der Wettkampf hatte einen regionalen Status, so waren für die Jahrespunkteliste nur wenige Punkte zu holen. «Wir schreiben das einerseits den guten Erinnerungen an den nationalen OL zu. Anderseits zeigt es sich immer wieder, dass die Läuferinnen und Läufer bereit sind, für ein spezielles Gelände weit zu reisen», sagte Co-Laufleiter Peter Tschümperlin. Und die Wettkämpferinnen und Wettkämpfer wurden nicht enttäuscht.

Bahnlegerin erhält Lob

Eine Läuferin meinte im Ziel: «Kompliment an die junge Bahnlegerin. Das war eine sehr interessante Bahn, und die Steigungen waren gut über die ganze Strecke verteilt.» Der gebürtigen Sachslerin Roswita Tschümperlin gelang es, für die unter Zehnjährigen genauso angemessene Bahnen zu legen wie für ehemalige Weltmeister, die sich ebenfalls im Teilnehmerfeld befanden.

Die OLG Nidwalden+Obwalden (OLG NOW) war in diverse Funktionen in die Organisation eingebunden, so dass ein Start für sie grösstenteils nicht möglich war. Nur für den Nachwuchs bestand eine Startmöglichkeit, damit er wichtige Punkte für die Zentralschweizer Jugend-OL-Meisterschaft sammeln konnte.

Enya Weber gewinnt in ihrer Kategorie

Die Juniorinnen und Junioren zeigten sich von ihrer besten Seite. Enya Weber konnte in der Kategorie Frauen 12 gewinnen und ist in der Gesamtwertung damit bis auf fünf Punkte zur führenden Fiona Ehrler von der OLV Luzern aufgerückt. In der selben Kategorie lief Sophie Hug auf den dritten Platz. Um lediglich 18 Sekunden musste sich Aline Mathis bei den Frauen 18 bezwingen lassen. Sie lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Aargauerin Livia Sax. Ein kleiner Fehler zu Posten 14 brachte die Beckenriederin schliesslich um den Sieg.

Hanna Gathercole aus Hergiswil bei den Frauen 16 und Lina Weber bei den Frauen 14 steuerten noch je einen dritten Rang zur guten Bilanz des einheimischen Nachwuchses bei. Darüber hinaus sorgten die Beckenrieder Linus Wymann bei den Männern 12 und Aidan McKenna bei den Männern 14 mit ihren dritten Rängen für eine Erfolgsmeldung.

Ranglisten: o-l.ch

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