Volleyball
Der VBC Sursee hat Grosses vor: Grünes Licht für den Aufstieg ist gegeben

Die 1.-Liga-Volleyballer stehen in den Playoffs und wollen die Chance auf den Aufstieg wahrnehmen.

Theres Bühlmann
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Sursees Darko Mladenovic beim Smash.

Sursees Darko Mladenovic beim Smash.

Dominik Wunderli (Sursee, 20. November 2021)

Dieses Datum werden sich die Fans des 1.-Ligisten Sursee in der Agenda markieren: Am Wochenende bestreitet das Team in Baden die Playoffs. Die Equipe um Trainer Thomas Helbling hat sich diese Teilnahme mit einer bemerkenswerten Qualifikation in der Gruppe C verdient, holte sich aus 18 Spielen 43 Punkte und distanzierte den Zweitplatzierten BTV Aarau um sechs Zähler.

Somit setzte Sursee die Zielsetzung um, die Qualifikation auf Platz 1 oder 2 zu beenden.

«Ich habe immer daran geglaubt, denn ich sah die Qualität dieses Teams»,

sagt Trainer Helbling. Es sei eine anspruchsvolle Zeit gewesen, «wir mussten immer wieder Absenzen im Training und bei den Spielen verkraften, was sich in der fehlenden Konstanz bemerkbar machte», so der Trainer. «Wir haben ja keine Starspieler, aber es ist das Kollektiv, welches Sursees Stärke ausmacht, und dieses funktioniert, auch wenn einmal nicht alles rundläuft.»

Vorstand gibt grünes Licht

Thomas Helbling suchte im Vorfeld der Playoffs das Gespräch mit dem Vorstand. «Dieser gab grünes Licht. Wenn wir es auf sportlichem Weg schaffen, steht einem Aufstieg nichts im Wege», erklärt er. So gilt es also, am kommenden Samstag (17.30 Uhr, Kantonsschule Baden), im Playoff-Halbfinal Gegner Kanti Baden zu besiegen, bei einer Niederlage ist der Traum eines Aufstieges nämlich bereits vorbei (siehe Kasten). Eine Direktbegegnung mit Baden in der Qualifikation fehlt, also versucht Sursee mit Videoanalysen, sich auf diesen Gegner einzustellen. Auf dem Papier ist Sursee Favorit. «Aber Baden verfügt über ein breites und stabiles Kader, zudem haben sie den Heimvorteil auf ihrer Seite, es wird eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe», blickt Thomas Helbling dem Samstag entgegen.

«Baden kann uns ärgern, aber wenn wir unser Level abrufen, haben wir gute Chancen. Und wir wollen gewinnen.»

Playoffs sind für viele Spieler eine neue Erfahrung

Bei einem Sieg würde Sursee im Final (Sonntag, 17.30 Uhr) entweder auf Andwil-Arnegg oder auf Aarau treffen. Gegen letzteres Team gab es in der Qualifikation spannende Ausmarchungen, zu Hause setzte es für Sursee eine 2:3-Niederlage ab, auswärts siegten die Surentaler mit 3:2. Sollte Sursee den Final gewinnen, ist der Aufstieg aber noch lange nicht in trockenen Tüchern. Dann würden noch einmal vier Spiele in der Auf-/Abstiegsrunde NLB/1. Liga anstehen, und diese dauern bis nach Ostern.

Der lange Weg zum Aufstieg

An zwei Austragungsorten wird bei Final-Four-Turnieren der 1. Liga ein Siegerteam gekürt. Mit dabei sind die Sieger und die Zweitplatzierten der Gruppen aus der Qualifikation. Bei den Männern trifft Sursee in Baden im Halbfinal als Leader der Gruppe C auf Kanti Baden, den Zweiten der Gruppe D. Den zweiten Halbfinal bestreiten Andwil-Arnegg (Sieger Gruppe D) und Aarau (Zweiter Gruppe C). In Colombier sind Aarberg, Nidau, Muri Bern und Münchenbuchsee im Einsatz. Die beiden Sieger dieser Turniere spielen im April in der Auf-/Abstiegsrunde NLB/1. Liga gegen den Verlierer der NLB-Playouts, Fully oder Lausanne. Wer diese Poule gewinnt, spielt nächste Saison in der NLB. (T.B.)

Für viele Surseer Spieler sind die Playoffs Neuland. Die Mannschaft hat aber mit Darko Mladenovic, Luca Widmer und Reto Willimann ehemalige NLA-Akteure in ihren Reihen, die über viel Routine verfügen. Am Wochenende muss Sursee auf die beiden Diagonalspieler Tizian Widmer (abwesend) und Tim Amrein (verletzt) verzichten. Aber wie sagt doch Trainer Helbling: «Das Kollektiv ist unsere Stärke.»

Volleyball

Final-Four in Baden (Kantonsschule). Samstag, 13.30: 1. Halbfinal: Andwil-Arnegg – Aarau. – 17.30: 2. Halbfinal: Sursee – Baden. – Sonntag, 13.30: kleiner Final mit den Verlierern der Halbfinals. – 17.30: Final mit den Gewinnern der Halbfinals.

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