Unihockey
Floorball Uri hofft auf ein Ende der Durststrecke

Zuletzt haben die NLB-Frauen von Floorball Uri vier Niederlagen in Serie eingefahren. Dennoch bleibt der Trainer optimistisch.

Urs Hanhart
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Adriana Wey von Floorball Uri (am Ball), Torschützin zum zwischenzeitlichen 1:1.

Adriana Wey von Floorball Uri (am Ball), Torschützin zum zwischenzeitlichen 1:1.

«Das heutige Spiel war ein Spiegelbild der bisherigen Saison. Wir sind zu Beginn dominant aufgetreten und erarbeiteten uns diverse Möglichkeiten. Aber wir brauchen extrem viele Chancen, um zu reüssieren», bilanzierte Roger Metry, Headcoach des NLB-Frauenteams von Floorball Uri, am Samstagabend nach der 2:5-Heimniederlage gegen den Tabellendritten Rümlang-Regensdorf. Tatsächlich erwischten die Gastgeberinnen einen sehr guten Start. In der 6. Minute vergab Alessia Magagnino die erste Grosschance des Spiels. Kurz darauf wurden noch weitere gute Gelegenheiten verpasst.

Die Strafe für dieses Unvermögen folgte auf dem Fuss. Mitte des ersten Drittels münzten die Gäste gleich die erste Möglichkeit in den Führungstreffer um. Danach flachte die Partie etwas ab. Nur wenige Sekunden nach dem Start zum zweiten Drittel bewerkstelligte Adriana Wey durch einen leicht abgefälschten Schuss den Ausgleich. Doch die Freude darüber währte nicht lange, denn die abgeklärter wirkenden Zürcherinnen reagierten postwendend und zogen mit einem Weitschuss- und einem Kontertreffer innerhalb von weniger als 60 Sekunden auf 1:3 davon.

Selbstvertrauen fehlt momentan

Nach einem weiteren Kontertor lautete der Zwischenstand Mitte des Spiels gar 1:4. Immerhin konnte Mila Saari gegen Ende des zweiten Drittels noch um ein Tor verkürzen und so die Hoffnung aufrechterhalten. Doch im letzten Abschnitt waren die Gastgeberinnen, die zwei Überzahlphasen ungenutzt verstreichen liessen, weit davon entfernt, das Spiel noch auf ihre Seite zu drehen. Stattdessen mussten sie eine Viertelstunde vor Schluss noch einen weiteren Gegentreffer hinnehmen.

«Momentan fehlt es unserem Team am nötigen Selbstvertrauen», so Metry, der aber anfügte: «Positiv ist, dass es uns gelingt, Torchancen zu kreieren. Wir hätten also durchaus die Möglichkeit, das Glück auf unsere Seite zu zwingen. Ich hoffe, dass bald der Knopf platzt und sich die Chancenverwertung wieder deutlich verbessert. Die Gegnerinnen haben es heute vorgemacht: Sie haben aus ihren relativ wenigen Gelegenheiten das Maximum herausgeholt. Ich bin zuversichtlich, dass wir die Durststrecke bald überwinden werden.»

Floorball Uri konnte nur gerade das Saison-Auftaktspiel gegen Nesslau mit 3:1 gewinnen. Danach setzte es gegen Giffers, Waldkirch-St. Gallen, Rümlang-Regensdorf und gegen Appenzell vier deutliche Niederlagen in Folge ab. Das Team wartet noch immer auf den ersten Sieg vor heimischer Kulisse. Am Sonntag im Kräftemessen mit dem Tabellenzweiten Appenzell war der Spielverlauf wieder ganz ähnlich wie 25 Stunden zuvor gegen Rümlang-Regensdorf. Uri geriet relativ schnell mit drei Toren ins Hintertreffen, konnte sich dann aber wieder fangen und im Schlussdrittel auf 4:6 verkürzen. Der Anschlusstreffer wollte jedoch partout nicht mehr gelingen. Stattdessen schoss Appenzell kurz vor Schluss das matchentscheidende 7:4.

Das Mittelfeld im Visier

Das Saisonziel von Uri ist es, im gesicherten Mittelfeld mitzumischen und problemlos die Qualifikation für die Playoffs zu schaffen. Mit nur einem Sieg dümpelt man derzeit allerdings im untersten Tabellendrittel herum. Dennoch ist Metry optimistisch, dass die Zielsetzung noch erreicht werden kann: «Bis Ende Jahr haben wir noch mit gewichtigen Abwesenheiten zu kämpfen. Im Januar und Februar erwarte ich einen qualitativen Leistungsschub.» Als nächstes stehen für Floorball Uri die Kellerduelle gegen Schlusslicht Visper Lions und Yverdon, das unmittelbar vor den Urnerinnen auf dem drittletzten Tabellenplatz liegt, an. Diese Sechs-Punkte-Spiele dürften wegweisend sein im Hinblick auf den Playoff-Einzug.

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