Tennis
Eine Verletzung stoppt die Siegesserie von Noah López

Der Luzerner Tennisprofi ist international so erfolgreich wie noch nie.

Albert Krütli
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Der Luzerner Noah Lopez.

Der Luzerner Noah Lopez.

Bild: Pius Amrein

Beim 15000-Dollar-Turnier in Torello (Spanien) feierte Noah López den bisher grössten Erfolg seiner etwas mehr als einjährigen Profikarriere. Der am 25. Februar 20 Jahre alt gewordene Ballwiler erreichte als Qualifikant den Halbfinal – zuvor hatte er es bei einem internationalen Turnier der untersten Stufe noch nie über die 2. Runde hinaus geschafft.

In Torello bestand sogar die Möglichkeit eines Schweizer Finals, denn auch der 20-jährige Frauenfelder Leandro Riedi stand im Halbfinal. Aber das Pech schlug gleich doppelt zu, denn die beiden Jungprofis mussten verletzungsbedingt aufgeben. López (ATP 2162) machte gegen den Spanier Imanol Lopez Morillo (ATP 649) schon kurz nach Spielbeginn die Leiste Probleme, die ihn beim Stand von 0:3 zur Aufgabe zwangen. Der als Nummer 2 gesetzte Riedi (ATP 613) musste gegen den Briten Daniel Cox (ATP 621) im dritten Satz (6:3, 1:6, 0:2) das Handtuch werfen.

«Schon im zweiten Satz des Viertelfinals machten sich die Leistenprobleme bemerkbar, und als es tags darauf nicht besser wurde, blieb mir nichts anderes übrig, als die Partie aufzugeben. Schade, aber es war natürlich trotzdem eine gute Woche für mich»,

bilanzierte die Nummer 2 der Zentralschweiz und Nummer 34 der Schweiz.

López eliminiert die Nummer 1

Tatsächlich: López gelangen in Torello (Provinz Barcelona) als Qualifikant gleich fünf Siege in Serie – und zwar gegen durchwegs besser klassierte Spieler. Den ganz grossen Coup landete er im Achtelfinal mit dem 6:2, 6:4-Triumph gegen den topgesetzten Franzosen Jurgen Briand (ATP 591). «Dabei fühlte ich mich zu Beginn des Turniers gar nicht wohl, musste in der ersten Runde der Qualifikation vier Matchbälle abwehren. Und auch in der zweiten Runde wurde es nochmals eng. Danach fand ich aber den Tritt», erklärte López. In seiner noch jungen Profikarriere ging es für den Linkshänder bisher etwas langsamer vorwärts als erhofft, die Halbfinalqualifikation ist für den Luzerner der erste ganz grosse Schritt nach vorne. In der Weltrangliste wird er viele Plätze gutmachen und neu um Position 1300 herum platziert sein. «In diesem Jahr will ich weitere Ränge gewinnen, damit ich die Qualifikationen umgehen kann», sagt López.

Es kommt zum Derby Horw – Allmend Luzern

Am 7. Mai wird zur neuen NLB-Interclub-Saison gestartet. Bei den Männern ist die Zentralschweiz nach dem Aufstieg von Horw und Meggen gleich mit drei Teams vertreten. Die Auslosung hat ergeben, dass es am 14. Mai in der Gruppe 1 zum mit Spannung erwarteten Derby Horw – Allmend Luzern kommt. Meggen spielt in der Gruppe 2 und empfängt zum Auftakt Büsingen. Bei den Frauen stellt unsere Region nach dem freiwilligen Abstieg von Allmend Luzern und dem NLA-Verzicht von NLB-Meister Luzern Lido zwei Equipen. Das Derby Zug - Luzern Lido geht am 14. Mai über die Bühne. (a.k.)

Interclub. NLB. Männer Gruppe 1: Allmend Luzern, Horw (Aufsteiger), Rapperswil, LTC Winterthur, Tennisclub Thun, Lugano 1903. – Gruppe 2: Meggen (Aufsteiger), Büsingen, Belvoir ZH, Genève E.V., Seeblick ZH, Teufenthal. – Frauen, Gruppe 1: Luzern Lido, Zug, Froburg Trimbach, Girls RV Zürich Tennis, Wohlensee, Lancy-Fraisiers.

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