Ski-Weltcup
Mikaela Shiffrin gewinnt das Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Lara Gut-Behrami in Sölden

Mikaela Shiffrin und Lara Gut-Behrami lieferten sich zum Saisonauftakt auf dem Rettenbachgletscher ein knappes Rennen um den Sieg – und liessen ihre Gegnerinnen deutlich hinter sich.

Leandro De Mori
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Als vierte Athletin startete Gut-Behrami am Rettenbachgletscher in den ersten Lauf. Im Ziel war sie nur 0,02 Sekunden schneller als Mikaela Shiffrin, die im Ötztal den Auftakt machte. Die letztjährige Gesamtweltcupsiegerin Petra Vlhova musste sich mit dem zwischenzeitlichen sechsten Rang zufriedengeben. Nur die Österreicherinnen konnten den Leaderinnen nahekommen. Etwas mehr als eine halbe Sekunde hinter dem Leaderinnen-Duo platzierten sich Stephanie Brunner und Katharina Liensberger.

Vor allem im mittleren Teil der Streckte hängten Gut-Behrami und Shiffrin ihre Gegnerinnen ab. Trotzdem meinte Gut-Behrami nach dem ersten Durchgang:  «Ich glaube, der erste Lauf ist immer schwierig, da man sich vom Training noch steigern will. Ich bin also auch etwas überrascht von der Zeit. Der mittlere Teil ist mir nicht so gelungen, wie ich das wollte. Im zweiten Lauf werde ich vor allem versuchen, die mittlere Passage viel sauberer zu fahren.»

Shiffrin gewinnt - Vlhova steigert sich aufs Podest

Mikaela Shiffrin startete folglich als zweitletzte ins Rennen. Die Amerikanerin zeigte in diesem Durchgang eine hervorragende Leistung und stiess die bis dahin führende Petra Vlhova mit 1,3 Sekunden Vorsprung von der Leaderposition. Vlhova zeigte im Vergleich zum ersten Lauf eine deutliche Steigerung. Vor allem im oberen Streckenabschnitt war die Slowakin schneller als ihre Gegnerinnen. Bis zum Lauf von Shiffrin führte Vlhova gar.

Auch Lara Gut-Behrami, die als Letzte startete, zeigte einen sehr starken Lauf. In den ersten Zwischenzeiten noch schneller als Shiffrin, verlor die Tessinerin im Schlusshang aber etwas Zeit auf die Amerikanerin und kam mit 0,14 Sekunden Rückstand ins Ziel. Ein knapper Saisonauftakt, bei dem Gut-Behrami und Shiffrin ihre Gegnerinnen deutlich hinter sich liessen.

Gut-Behrami zeigte sich nach dem Rennen sehr zufrieden: «Ich bin auf jeden Fall happy. Mit dem zweiten Lauf war ich nicht ganz zufrieden. Deshalb ist es mehr als positiv, dass ich schlussendlich ganz vorne stehe. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich so schnell war.»

Auch Ellenberger und Gisin dürfen zufrieden sein

Die weiteren Schweizerinnen im zweiten Lauf waren Andrea Ellenberger (Schlussrang 24) und Michelle Gisin (Schlussrang 25). Ellenberger, die ihr Comeback gab, freute sich über ihr gelungenes erstes Rennen inklusive Weltcup-Punkte nach ihrer Pause: «Im Moment bin ich nicht so zufrieden, weil ich die Ausfahrt im zweiten Lauf verbockt habe. Aber ich denke trotzdem, dass ich sehr stolz auf meine Leistung sein kann. Vor allem auch, weil ich erst kurzfristig entschieden habe, hier zu fahren. Mein Ziel war es eigentlich nur, hier zu starten und Spass zu haben. Dass noch Weltcup-Punkte dabei herausspringen, hätte ich nicht gedacht.»

Michelle Gisin, deren Start aufgrund einer Erkrankung am pfeifferschen Drüsenfieber in diesem Sommer noch unklar war, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Saisonauftakt: «Es ist eigentlich unglaublich, dass ich schon hier sein kann. Ich bin sehr froh, dass ich überhaupt fahren konnte. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass ich vielleicht nie wieder an einem Start stehen kann. Der Prozess bis hierhin war sehr zäh.»

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