Ski-WM
Das sagt Lara Gut-Behrami nach ihrer Gold-Fahrt im Riesenslalom: «Am Start war ich so müde wie noch nie in meinem Leben»

Lara Gut-Behrami gewinnt an den Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo Gold im Riesenslalom, als erste Schweizerin seit Sonja Nef 2001. Für Gut-Behrami ist es die dritte Medaille, die zweite in Gold.

Simon Häring
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Gold im Riesenslalom für die Schweizerin Lara Gut-Behrami (r.), Silber für die Amerikanerin Mikaela Shiffrin.

Gold im Riesenslalom für die Schweizerin Lara Gut-Behrami (r.), Silber für die Amerikanerin Mikaela Shiffrin.

Keystone

Nach Gold im Super-G und Bronze in der Abfahrt krönt sich die Tessinerin Lara Gut-Behrami zur Weltmeisterin im Riesenslalom - 0,02 Sekunden vor der Amerikanerin Mikaela Shiffrin und 0,09 Sekunden vor Katharina Liensberger (Österreich). Gut-Behrami ist damit die erste Weltmeisterin im Riesenslalom seit Sonja Nef 2001 in St. Anton am Arlberg. Den letzten von vier Weltcup-Siegen in dieser Disziplin hatte die 29-jährige Gut-Behrami vor über vier Jahren im Oktober 2016 in Sölden feiern können.

Lara Gut-Behrami, Weltmeisterin

«Es war immer mein Traum, mein Wunsch, mein Ziel, im Riesenslalom eine Medaille zu gewinnen», sagt Lara Gut-Behrami gegenüber «SRF». Zuvor habe sie in dieser Disziplin bei Weltmeisterschaften nie ihre beste Leistung abrufen können, weil sie meist müde gewesen sei. «Diesmal wollte ich einfach Ski fahren, wie ich es kann. Am Start fühlte ich mich so müde wie noch nie in meinem Leben. Der zweite Lauf war lange und anspruchsvoll. Deshalb hätte ich das nicht gedacht. Ich bin überglücklich.»

Weltmeisterin im Riesenslalom: Lara Gut-Behrami.

Weltmeisterin im Riesenslalom: Lara Gut-Behrami.

Screenshot SRF

Wendy Holdener (8. Platz, +1,68)

«Im ersten Lauf war ich zu ungeduldig, im zweiten Lauf bin ich runder und sauberer gefahren», sagt die 27-jährige Schwzyerin, die im zweiten Lauf die sechstbeste Zeit realisierte. Doch Holdener sagt auch: «An einer WM zählen die Medaillen, und die habe ich auch angestrebt.» Aber in dieser Saison habe sie im Riesenslalom Mühe gehabt. «Deshalb war es ein guter Auftritt.» Am Samstag bietet sich ihr die beste und letzte Chance auf eine WM-Medaille: Im Slalom gehört sie zu den Medaillenkandidatinnen.

Wendy Holdener hofft auf eine WM-Medaille im Slalom.

Wendy Holdener hofft auf eine WM-Medaille im Slalom.

Screenshot SRF

Michelle Gisin (11. Platz, +1,81)

Nach dem ersten Lauf lag die 27-jährige Michelle Gisin noch auf Rang 5, fiel wegen eines Fehlers im zweiten Durchgang bis auf Rang 11 zurück. Hadern wollte sie nicht. «Es war eine unglaublich schöne Chance, die ich nicht gepackt habe, aber am Ende des Tages ist es nur ein Fehler. Danach bin ich Ski gefahren wie noch nie in meinem Leben – bis zum nächsten Fehler. So ist der Sport, so ist das Leben. Ich muss das mitnehmen, auch wenn es weh tut.» Auch sie gilt im Slalom zu den Anwärterinnen auf Gold. Im Dezember hatte sie in Semmering ihren ersten Weltcup-Sieg gefeiert.

Michelle Gisin unterlief im zweiten Lauf ein grober Schnitzer.

Michelle Gisin unterlief im zweiten Lauf ein grober Schnitzer.

Screenshot SRF

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