Skifliegen

Erster Weltcupsieg für Martin Koch

Martin Koch flog der Konkurrenz davon

Martin Koch flog der Konkurrenz davon

Der Österreicher Martin Koch segelte beim Skifliegen in Harrachov (Tsch) zu seinem ersten Weltcup-Sieg.

Koch gewann mit den Weiten von 211,5 und 213 m verdient. Er nutzte in beiden Versuchen die guten Aufwindbedingungen und spielte seine fliegerischen Qualitäten voll aus.

Tourneesieger Thomas Morgenstern, der die Feierlichkeiten gut verdaut hat, musste sich wie Simon Ammann im Rückwind behaupten. Die Weiten von 196,5 und 190,5 m reichten noch zu Rang 2. Sein 21. Weltcupsieg blieb verwehrt. Nach halben Pensum hatte er noch geführt. Neben den beiden Österreichern stand der Pole Adam Malysz auf dem Podest.

Ammann legte 190 und 188 m in den Hang und klassierte sich als Sechster unmittelbar vor Bischofshofen-Sieger Tom Hilde. Einen Aufwärtstrend liess Greogor Schlierenzauer erkennen. Mit dem fünften Rang gelang ihm das beste Ergebnis der Saison. Weltrekordhalter Björn Einar Romören (No/239 m) fiel im zweiten Umgang von Platz 2 auf Rang 8 zurück. Ammann ging als einziger Schweizer über den Bakken. Der Bündner Marco Grigoli hatte von Bischofshofen aus die Heimreise angetreten.

Die neue Wind- und Anlaufregel leistete in Harrachov gute Dienste. Sie glich die gröbsten Ungerechtigkeiten aus. So belegte beispielsweise der Österreicher Stefan Thurnbichler nach dem ersten Durchgang Rang 10, weil seine 210 m mit verlängertem Anlauf und Aufwindbedingungen zustande gekommen waren. Morgenstern hingegen reichten 196,5 m zur Halbzeitführung. Gleichwohl zeigte sich, dass im Skifliegen mit Aufwind und Punkteabzügen mehr herauszuholen ist als mit Rückenwind und Bonuszählern.

Harrachov (Tsch). Skisprung. Weltcup. Skifliegen. Schlussklassement: 1. Martin Koch (Ö) 425,2 (211,5/213). 2. Thomas Morgenstern (Ö) 421,9 (196,5/190,5). 3. Adam Malysz (Pol) 416,6 (197,5/189). 4. Robert Kranjec (Sln) 403,3 (209/189). 5. Gregor Schlierenzauer (Ö) 402,2 (205/189,5). 6. Simon Ammann (Sz) 398,9 (190/188). 7. Tom Hilde (No) 398,6 (189/189). 8. Björn Einar Romören (No) 379,5 (207,5/160,5) und Stefan Thurnbichler (Ö) 379,5 (210/184,5).

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