Bob

Friedrich mit dem Rekord, beide Schweizer in den Top 8

Starkes WM-Debüt: Simon Friedli/Gregory Jones fuhren in Altenberg auf den 2. Platz

Starkes WM-Debüt: Simon Friedli/Gregory Jones fuhren in Altenberg auf den 2. Platz

Der Deutsche Francesco Friedrich wird als erster Bobfahrer der Geschichte zum sechsten Mal in Folge Zweierbob-Weltmeister. Beide Schweizer Schlitten schaffen es in die Top 8.

Es war ein Hundertstel-Krimi zwischen den beiden jungen Schweizer Bobpiloten an der WM im Erzgebirge. Dank der viertbesten Zeit im letzten Durchgang verdrängten Simon Friedli/Gregory Jones ihre Landsleute Michael Vogt/Sandro Michel noch auf den 8. Platz. Für den Solothurner Friedli wäre noch mehr möglich gewesen, wenn er nicht den oberen Teil des zweiten Laufs am Samstag völlig verhauen hätte.

Der Schwyzer Michael Vogt ist am Ende einer kräftezehrenden Saison, die im November mit einem langen Nordamerika-Aufenthalt begonnen hatte, ziemlich am Ende seiner Kräfte. Mit vier regelmässigen Fahrten erreichte er aber sein Ziel. Im Vierer wird Friedli in einer Woche wie vor einem Jahr, als sie Fünfte wurden, nochmals als Anschieber im Schlitten von Vogt zum Einsatz kommen.

Im Zweierbob resultierte aber in Altenberg das beste Schweizer Resultat bei einem Grossanlass seit vier Jahren. Nach der WM-Bronzemedaille von Beat Hefti 2016 in Innsbruck hatte es bei keinem interkontinentalen Titelkampf mehr ein Schweizer Zweierbob in die Top Ten gebracht. Der 7. Rang Friedlis ist sportlich auch mindestens so hoch einzustufen als die EM-Silbermedaille vor Wochenfrist in Sigulda, die im Rahmen des letzten Weltcup-Rennens gewonnen wurde. Damals fehlten aber die vier besten Deutschen.

Die Deutschen waren auch in Altenberg eine Klasse für sich - allen voran Francesco Friedrich. Der 29-jährige Sachse wurde als erster Bobfahrer der Geschichte zum sechsten Mal in Folge Zweierbob-Weltmeister; der legendäre Italiener Eugenio Monti hatte es auf fünf Titel in Serie gebracht. Seit 2013 hiess der Sieger bei interkontinentalen Titelkämpfen nur bei Olympia 2014, wo Beat Heft Gold gewann, nicht Friedrich.

Auf seiner Heimbahn gewann er mit dem riesigen Vorsprung von 1,65 Sekunden auf Landsmann Johannes Lochner. Der Lette Oskars Kibermanis verhinderte als Dritter einen deutschen Dreifach-Sieg.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1