Skifliegen

«Kritischer Zustand»: Horrorsturz von Thomas Morgenstern im Training

Thomas Morgenstern (27) ist am Freitag im Training für das Skifliegen in Bad Mitterndorf schwer gestürzt. Er erlitt eine schwere Schädelverletzung und eine Lungenquetschung. Erst vor Wochen stürzte der Vierschanzentournee-Zweite bereits in Titisee.

Österreichs Skispringer Thomas Morgenstern beim Skifliegen schwer gestürzt

Österreichs Skispringer Thomas Morgenstern beim Skifliegen schwer gestürzt

Thomas Morgenstern (27) ist am Freitag im Training zum Skiflug-Weltcup am Kulm im österreichischen Bad Mitterndorf schwer gestürzt.

Morgenstern ruderte verzweifelt mit den Armen durch die Luft, dann knallte er hart mit dem Rücken auf den Boden und rutschte fast 100 Meter reglos den Hang hinunter.

Der 27-Jährige war nach dem Trainingssturz auf dem Kulm in Österreich kurzzeitig bewusstlos, wenig später aber wieder ansprechbar.

Nach Informationen des Verbandes hat er eine schwere Schädelverletzung und eine Lungenquetschung davongetragen. Er soll zur Beobachtung 72 Stunden auf der Intensivstation der UKH Salzburg verbringen.

Morgenstern wurde im Auslauf lange behandelt und anschliessend in die Klinik gebracht. «Thomas ist ansprechbar und kann Arme und Beine bewegen», sagte Herbert Leitner, Physiotherapeut des österreichischen Teams, im ORF: «Er wollte kurz wissen, was genau passiert ist.»

Österreichs Cheftrainer Alex Pointner hatte die Hände vor das Gesicht geschlagen und zeigte sich anschliessend geschockt: «Es tut verdammt weh, wenn man so machtlos ist. Die Ski haben sich kurz berührt und danach gelöst. In so einem Fall werden beim Skifliegen grosse Kräfte frei, die man nicht mehr regulieren kann.»

Ein Materialfehler sei nicht der Grund für den Sturz gewesen.

Auch Morgensterns Teamkollegen rangen angesichts der Bilder um Worte. «Wenn ein Freund von dir bewusstlos im Auslauf liegt, kann man nicht ruhig bleiben», sagte Martin Koch, der den Sturz im Fernsehen mitverfolgt hatte.

Schwerer Sturz bereits vor drei Wochen

Erst vor drei Wochen stürzte Morgenstern in Titisee-Neustadt. Er musste damals mit der Bahre abtransportiert werden, hatte Glück im Unglück: Er zog sich einen Bruch des kleinen Fingers, schwere Prellungen sowie Schürfungen im Gesicht zu. (si/sha)

So stürzte Morgenstern vor drei Wochen in Titisee:

Thomas Morgensterns Sturz in Titisee

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