Curling

Vor umkämpften Schweizer Curlingmeisterschaften

Peter De Cruz kann sich seiner Sache an den Schweizer Meisterschaften nicht sicher sein

Peter De Cruz kann sich seiner Sache an den Schweizer Meisterschaften nicht sicher sein

Genf gegen Bern Zähringer bei den Männern, Aarau gegen Oberwallis bei den Frauen. Mit diesen Duellen an der Spitze darf man an den morgen beginnenden Schweizer Curlingmeisterschaften in Thun rechnen.

Die vier genannten Teams haben in der laufenden Saison bewiesen, dass sie der Weltspitze angehören. In der nationalen Konkurrenz haben sie sich von den übrigen Teams so weit abgesetzt, dass es eine Überraschung wäre, wenn sie sich am Samstag in einer Wochen nicht in den jeweiligen Finals gegenüberstehen würden.

Der Schweizer Meistertitel ist eine hohe Ehre, aber längst nicht die höchste. Für die Besten ist der Titel nicht mehr als ein Zwischenziel. Als Schweizer Meister qualifizieren sie sich für die nachfolgenden Weltmeisterschaften, die die Frauen Mitte März im kanadischen Prince George und die Männer Anfang April in Glasgow bestreiten werden. Es steht viel auf dem Spiel, denn aufgrund der Ergebnisse an den WM-Turnieren 2020 und 2021 wird der Weltverband die Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2022 in Peking vergeben. Bei der Leistungsdichte im internationalen Curling ist die Olympia-Qualifikation längst kein leichtes Unterfangen mehr. Für die Winterspiele 2014 und 2018 konnte sich die Schweiz bei den Männern nur mit Mühe qualifizieren.

Genf und Aarau erste Favoriten

Noch vor einem Jahr war das von Peter De Cruz angeführte Genfer Team bei den Männern der klare Favorit. Die Genfer stellen kein altes Team, sie können aber auf einen enormen Schatz an (positiven) Erfahrungen zurückgreifen. An sieben von acht internationalen Meisterschaften (WM, EM, Olympia) waren sie unter den Medaillengewinnern. Die nunmehr ernsthaften Herausforderer vom CC Bern Zähringer um Skip Yannick Schwaller haben erst einmal an internationalen Titelkämpfen teilgenommen, dort jedoch zugeschlagen: Sie erreichten an der EM in Helsingborg vom letzten November den Final. In Thun sind dennoch die Genfer zu favorisieren.

Fast identisch sind die Voraussetzungen bei den Frauen. Hier gelten die Aarauer Weltmeisterinnen um Skip Silvana Tirinzoni als Favoritinnen. Das Oberwalliser Team von Elena Stern ist der Herausforderer. Die Positionen in der Team-Weltrangliste untermauern diese Einschätzung. Tirinzonis Formation ist die Nummer 2, Sterns Crew die Nummer 9.

Modus mit zwei Round Robin

An den Schweizer Meisterschaften messen sich sieben Frauen- und acht Männerteams. Nach einer einfachen Round Robin kommen je die ersten vier weiter. Diese spielen in weiteren Pools je einmal gegeneinander. Die ersten zwei erreichen die Finals, die Teams auf den Plätzen 3 und 4 spielen um Bronze.

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