Die FIS teilte den negativen Entscheid dem deutschen Skiverband mit, der nun bis am 26. Dezember Zeit für eine Stellungnahme hat, wie der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier am Rande des Super-G in Gröden bestätigte. Luitz hatte in Beaver Creek zusätzlichen Sauerstoff über eine Maske eingeatmet.

Akzeptiert der DSV den Entscheid der FIS, wird Luitz nachträglich vom Riesenslalom in Beaver Creek disqualifiziert. "Es gibt dann keine weiteren Sperren oder Sanktionen", sagte FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis. Alternativ gebe es eine Anhörung.

Luitz hatte bei seinem ersten Weltcup-Riesenslalom nach überstandenem Kreuzbandriss zwischen den beiden Durchgängen im Aufenthaltsbereich der Fahrer Flaschensauerstoff durch eine Maske eingeatmet. Damit brach er eine Regel der FIS, die das Einatmen von Sauerstoff an einer Wettkampfstätte in ihren Anti-Doping-Regeln von 2016 verbietet.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA erlaubt diese Methode hingegen explizit. Die Unterschiede zwischen WADA- und FIS-Regeln waren dem Deutschen Skiverband eigenen Angaben zufolge nicht bekannt. Die Auskunft eines Arztes erwies sich im Nachhinein als falsch.

Sollte Luitz der erste Weltcupsieg der Karriere aberkannt werden, würde Marcel Hirscher den Sieg in Beaver Creek erben. Auch zwei Schweizer würden profitieren: Thomas Tumlers erster Weltcup-Podestplatz wäre neu ein 2. statt ein 3. Platz und Loïc Meillard wäre neu Vierter.