Eishockey NLB
Adrian Brunner: «Fühle mich so gut wie seit Jahren nicht mehr»

Obwohl Adrian Brunner bereits in der letzten Saison bei Olten überzeugte - so richtig angekommen ist er erst in dieser Spielzeit. Er zeigte bisher in jedem Spiel eine tolle Leistung und wurde für den EHCO schier unverzichtbar.

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Adrian Brunner (links im Bild) erzielte in dieser Saison bereits vier Tore – so viele wie in der ganzen letzten Spielzeit.

Adrian Brunner (links im Bild) erzielte in dieser Saison bereits vier Tore – so viele wie in der ganzen letzten Spielzeit.

Nordwestschweiz

Manchmal dauert es etwas länger, bis ein Spieler definitiv bei seinem neuen Klub angekommen ist. Adrian Brunner liess seine Klasse bereits in der letzten Saison, seiner ersten für den EHCO, in einigen Spielen aufblitzen. Für einen langjährigen NLA-Spieler fiel Brunner indes zu wenig oft auf. Ganz anders in der aktuellen Spielzeit. Brunner wirkt wie verwandelt, gehört in jeder Partie zu den auffälligsten und besten Oltner Akteuren und übernimmt auf dem Eis eine Leaderrolle.

«Ich überlege weniger, spiele mit mehr Überzeugung und Freude», begründet Brunner seine markante Steigerung und bestätigt: «Ich fühle mich so gut wie seit Jahren nicht mehr.» Vier Tore hat Brunner in dieser Saison bisher erzielt und damit nach acht Spielen den Wert aus der vergangenen Qualifikation bereits egalisiert.

Makellose Bilanz wahren

Die Partie gegen Ajoie wird für Brunner doppelt speziell. Einerseits feiert der Stürmer seinen 27. Geburtstag, andererseits trifft er mit Ajoie auf jenes Team, bei dem er vor sieben Jahren den Einstieg ins Profi-Eishockey geschafft hat. Bei den Jurassiern allerdings sind aus jener Zeit kaum mehr Spieler im Kader. In diesem Sommer nahmen die Westschweizer einen Umbruch im Team vor, der Abgang des langjährigen Stammtorhüters Matthias Mischler zum SC Bern sowie der Zuzug des neuen Kanadiers Thomas Beauregard waren dabei die wichtigsten Personalien.

Zu stark mit dem Gegner befassen mag sich Brunner indes nicht. «Der EHCO ist in einer Lage, in der er sich erlauben darf, sich primär auf das eigene Spiel zu konzentrieren», so Brunner. Während Ajoie nach vier Spielen in der Fremde noch auf den ersten Sieg wartet, will Olten seine makellose Bilanz im sanierten Kleinholz wahren. «Das neue Stadion ist unser Zuhause, in dem wir uns immer wohler fühlen», erklärt Brunner.

Macht Brunner sich selbst ein Geschenk?

«Mit starken Leistungen wollen wir den Fans sowie allen, die am Umbau beteiligt waren, etwas zurückgeben.» Dies ist dem EHCO auch dank Brunner in den beiden ersten Heimspielen der Saison vorzüglich gelungen. Bestätigt der Zürcher Unterländer seine starke Form auch gegen Ajoie, dann ist gut möglich, dass Brunner sich das grösste Geburtstagsgeschenk gleich selber machen wird.

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