EHC Olten

Der nächste Appell an die EHCO-Spieler: «Jetzt muss einfach jeder an diesem Karren reissen»

Spieler statt Puck im Tor: Ueli Huber als Sinnbild für die aktuelle Krise des EHC Olten.

Spieler statt Puck im Tor: Ueli Huber als Sinnbild für die aktuelle Krise des EHC Olten.

Die Schmach von Visp führt beim EHC Olten vorderhand nicht zu personellen Konsequenzen. Aber klar ist: Die EHCO-Coaches Maurizio Mansi und Chris Bartolone können sich nicht mehr allzu viel erlauben, wenn sie das Saisonende in Olten erleben möchten.

Man durfte gespannt sein, was der Tag nach der peinlichen 2:6-Schlappe in Visp beim EHC Olten bringen würde. Sportchef Köbi Kölliker hatte noch in der Litternahalle personelle Konsequenzen angekündigt.

Einen Tag später war schnell klar, dass auf dem Trainerposten vorderhand alles beim alten bleiben würde. Maurizio Mansi und Chris Bartolone werden also auch am Dienstagabend (20 Uhr, Kleinholz) an der Bande stehen, wenn der EHCO im Kleinholz auf die EV Zug Academy treffen wird.

Während es an der Personalfront ruhig blieb, wurde dafür mal wieder viel geredet in Reihen des Oltner. Das Trainerteam und der Sportchef sprachen zur Mannschaft.

Es war der nächste Appell an die Spieler, damit die vielleicht doch noch irgendwie auf ihr erhofftes Rendement kommen.

«Wir müssen intern schauen, dass wir das Schiff wieder auf Kurs bringen», sagte Köbi Kölliker und fügte an: «Das geht nur mit einer anderen Arbeitseinstellung. Jeder muss jetzt an diesem Karren reissen und darf sich nicht verstecken.»

Der EHCO-Sportchef hat die Hoffnung, dass sich das Team selber hilft, also noch nicht aufgegeben.

Der trockene Transfermarkt

Trotzdem sondiert er den Transfermarkt nach möglichen Verstärkungen – auch wenn das zum jetzigen Zeitpunkt gemäss Kölliker keine einfache Aufgabe sei: «Der Markt ist sehr trocken.»

Wie schwierig es ist, an gute Spieler heranzukommen, zeigte der Montag. Die in Biel bzw. bei den ZSC Lions nicht mehr erwünschten Verteidiger Anthony Huguenin und Cédric Hächler unterschrieben in Langnau (Huguenin) bzw. Biel (Hächler).

Die wahrscheinlichste Art und Weise, sich noch Verstärkungs- oder Ergänzungsspieler holen, bleibt jene via B-Lizenzen. Also Spieler von denen Klubs, die die NLB-Playoffs nicht schaffen werden. Dumm nur, dass es sich dabei fast ausschliesslich um Farmteams von A-Klubs handelt, die die besten Spieler im Hinblick auf die Playoffs sicher in ihr eigenes, erweitertes Kader aufnehmen werden.

Keine Gnadenfrist gesetzt

Und wie geht es weiter mit dem Trainerduo Mansi/Bartolone? Eine Gnadenfrist hat man den Beiden gemäss Kölliker nicht gesetzt. Aber er sagt auch: «Wir wissen, wie das Business funktioniert.» Will heissen, dass sich die Coaches nicht mehr allzu viel erlauben können, wenn sie das Saisonende in Olten erleben möchten.

«Ich bin ständig in Kontakt mit Mo, wir diskutieren über alles. Aber am Ende trägt er die letzte Verantwortung für die Mannschaft», unterstreicht der Sportchef.

Den Glauben daran, dass das Team, der negativen Entwicklung der letzten Wochen zum Trotz, doch noch den Turnaround schafft, hat Köbi Kölliker jedenfalls nicht verloren. Er sagt: «Diese Mannschaft ist gut. Jeder Spieler hat seine Qualitäten. Jetzt müssen sich einfach alle auf diese Qualitäten besinnen. Die Spieler haben es in der Hand, in welche Richtung die Reise geht.»

Der Oltner Sportchef weiss aber auch, dass inzwischen genügend Worte verloren wurden. Jetzt müssen endlich wieder die Resultate stimmen. «Man kann noch so viel reden. Am Ende sind es die Spieler, die die Leistung aufs Eis bringen müssen.»

Ein Heimsieg gegen die Zuger «Akadamiker» wäre die Basis für den Weg zur gelobten Besserung. Ein neuerlicher Tiefschlag dürfte nicht mehr ohne personelle Konsequenzen bleiben.

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