Volleyball 1. Liga
Eine kleine Dosis Langenthal tut gut

Die Erstliga-Teams von Aeschi-Langenthal sind im Aufwind. Männer und Frauen gewannen ihre Spiele.

hans peter schläfli
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Solothurner Zeitung

Wenn es ums Anfeuern der Mannschaft geht, dann scheint da Aeschi pur zu spielen. Doch wenn man genau hinschaut, dann hat es da eben auch eine kleine Dosis Langenthal drin, und diese tut gut: Leader Muristalden wurde in der 1. Liga der Männer in einem dramatischen Spiel 3:2 geschlagen.

Und auch bei den Frauen hatte am Wochenende die Durststrecke ein Ende: Gegen Riehen, ebenfalls Leader, gelang ein 3:1-Erfolg.

Aber wie akzeptieren es die Solothurner, wenn da ein Oberaargauer kommt und einen Platz im Team in Beschlag nimmt? «Wir bekennen uns zum Leistungssport. Wenn die Leistung entscheidet, dann akzeptieren das die Spieler», sagt Janine Jäger, die als Sportchefin für die Erstligateams verantwortlich ist. Die Zusammenarbeit wirke sich positiv aus, denn im Alleingang wäre es für Aeschi kaum möglich sich in der 1. Liga zu behaupten. «Das Gute ist, dass nun die Spieler und Spielerinnen dank der Kooperation den Verein nicht mehr wechseln müssen.»

Kämpferherz

Dann sah es in Hersiwil allerdings zunächst gar nicht gut aus für Aeschi. Der ungeschlagene Leader Muristalden legte los wie die Feuerwehr und zog mit 8:1 davon. Der erste Satz ging in 14 Minuten an die Berner, die ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel haben und ein paar Kilo mehr auf die Waage bringen als die Solothurner.

Doch das unerfahrene Team zeigte Kämpferherz. Der zweite Satz ging klar an Aeschi. Im dritten hatte wieder Muristalden die Oberhand. Im vierten Set brauchte Aeschi etwas Glück, denn alle kritischen Entscheide des Schiedsrichters, aber auch ein Netzroller, fielen zugunsten der Solothurner aus, und so hiess es 2:2.

So musste der fünfte Satz entscheiden. Nach einer 4:0- und 13:8-Führung schien die Routine den Ausschlag zu geben: Muristalden gewann acht Punkte in Serie und erzwang die Wende zum 13:14. Aber Aeschi fing sich nochmals auf, und die jungen Spieler bewiesen gute Nerven. Starke Blocks von Wägli und Schweingruber brachten die Entscheidung. Nach nicht weniger als acht (!) vergebenen Matchbällen gewann Aeschi-Langenthal schliesslich mit 22:20 den Satz und mit 3:2 das Match.

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