ETF 2013
Gelungener Auftakt zu fetziger Musik

Mit der Gerätekombination von Boden- und Sprungelementen startete der TV Kaufleute Solothurn in den ersten Wettkampfteil. Es folgte das Ringprogramm, die Kleinfeld-Gymnastik, die Team-Aerobic sowie die Vorführung des «Power-Teams».

Bruno Mäder
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TV Kaufleute Solothurn startete in den ersten Wettkampfteil
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Der TV Solothurn an der Gerätekombination
Gelungene Vorstellung auch im Team-Aerobic
Sprungeinlagen am Boden
Der TV Kaufleute Solothurn in der Team-Aerobic

TV Kaufleute Solothurn startete in den ersten Wettkampfteil

bm

Über 1 100 Vereine mit rund 38 000 Turnenden beteiligen sich in diesen Tagen an den Vereinswettkämpfen. Darunter 89 Vereine aus dem Solothurner Turnverband. Eine besondere Ehre fiel dem TV Kaufleute Solothurn zu, eröffnete er doch gestern mit seinen Vorführungen diese teilnehmerstärkste der 105 Disziplinen in Biel. Die «Kaufleute» starten in der 3. Stärkeklasse, in der zwischen 21 und 27 Aktive turnen.

Vereinswettkampf: Paare am Start

«Wenn zwei sich finden tief im Lenzen», beginnt die zweite Strophe eines Liebesliedes von Rainer Maria Rilke. Was zu Beginn des letzten Jahrhunderts galt, findet am ETF in Biel seine Fortsetzung. Im Vereinswettkampf 1-teilig findet man gleich zwei solcher «Paare» aus dem Solothurner Turnverband: Unter dem Namen «Langendorf feat. Solothurn» zeigen der STV Langendorf und der TV Kaufleute Solothurn gemeinsam eine Schaukelring-Vorführung. Mit diesem Programm gewannen sie die Sparte Geräteturnen am Kantonalturnfest 2012.
Und da war noch was: Wer die Ortschaften des Bucheggbergs namentlich kennt, musste bei der Startliste unweigerlich über den «TV Oberbucheggberg» stolpern. Tatsächlich haben sich die Turnvereine Biezwil und Schnottwil gemeinsam für den Fachtest Allround angemeldet. «Dies war so eine Schnapsidee von mir», verrät Marc Ritz, der Oberturner des TV Biezwil. «Normalerweise treten wir am Turnfest gegeneinander an. Aber man kann ja auch mal über den Schatten springen und so meldeten wir uns an.» Den Fachtest wählten die Oberbucheggberger, weil diese Disziplin problemlos getrennt trainiert werden kann. Mit dem olympischen Gedanken «dabei sein ist alles» machen die vier Solothurner Vereine auf sich aufmerksam. Und vielleicht werden sie sogar ungewollt zu den Initiatoren für einen neuen Trend im Vereinsturnen? (MVD)

«Nach langer und intensiver Vorbereitung sind wir gespannt, wie unsere Programme ankommen», meint der Technische Leiter Patrick Wachsmuth bei der Besammlung am Bahnhof Solothurn. Er und die fünf Disziplinen-Trainer hoffen, dass Mädels und Jungs die Sache motiviert angehen. Nach der Zugfahrt und einem Fussmarsch auf das Wettkampfgelände beginnt der erste Wettkampfteil. Eine Gerätekombination von Boden- und Sprungelementen wird zu fetziger Musik dargeboten.

Zwar sind noch einige Patzer zu bemängeln, aber im Grossen und Ganzen ist der Auftakt gelungen. Nach einem kurzen Trockenlauf auf dem Rasen versammelt Trainer Philipp Jehle seine Schaukelring-Truppe und motiviert alle zu Höchstleistungen. Dies trägt Früchte; denn das harmonische Programm gelingt hervorragend. Vor allem Synchronität und Interpretation der Musik überzeugen die Wertungsrichter. «Ich bin extrem zufrieden mit dieser Vorführung», sagt Jehle. «Ich habe meine Feuertaufe als Leiter an einem Grossanlass bestanden» fügt er mit Stolz an. Gleichzeitig mit dem Ringprogramm starten auf dem Gymnastikfeld in Nidau die neun Turnerinnen zu ihrer Kleinfeld-Vorführung, die sehr gut ankommt.

«Nächste Station ist die Coop Arena, der letzte Wettkampfteil braucht unsere Unterstützung», sagt Wachsmuth seinen Aktivturnern. Die volle Aufmerksamkeit der gesamten Kaufleute-Familie gehört nun den Aerobic-Damen. Nach zögerlichem Beginn springt das Feuer über und die Freude bei Leiterin Trix Hammer ist unübersehbar. «Ich bin mega Stolz auf meine Damen», äussert sie sich.

Der Wettkampf der Aktiven ist abgeschlossen, am späteren Nachmittag wird das «Power-Team», die älteren Semester, bei ihren Einsätzen im Fachtest Allround angefeuert. «Ich freue mich « auf den Empfang in der Stadt Solothurn am Sonntag», meint der erfolgreiche Geräteturner Tim Aebi, nach seinem Einsatz.

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