Eishockey

Mehr Kampf als erwartet: Leader Zuchwil schlägt starke Aarauer

Kein Selbstläufer: Zuchwil mit Torhüter Simon Pfister musste mehr kämpfen als erwartet. Otto Lüscher

Kein Selbstläufer: Zuchwil mit Torhüter Simon Pfister musste mehr kämpfen als erwartet. Otto Lüscher

In einer unterhaltsamen 1.-Liga-Partie behielt Favorit Zuchwil Regio das bessere Ende für sich und gewinnt in Aarau 5:2. Die Aargauer waren jedoch ebenbürtig, scheiterten aber immer wieder an Pfister oder an sich selbst.

Das neue Eishockeyjahr hat gestern auch in der Erstliga wieder begonnen. Nach einer 22 Runden umfassenden Qualifikation wurde die Gruppe für die Masterround in zwei Sechser-Poulen gesplittet. Für den EHC Aarau und den EHC Zuchwil Regio reichte es in die obere Gruppe, welche ihre Playoff-Plätze bereits auf sicher hat. In den kommenden zehn Partien wird eigentlich nur um die Platzierung und Ausgangslage für die entscheidende Phase der Meisterschaft gespielt. Somit war die Zielsetzung für die beiden Teams nach der Punktehalbierung ebenfalls rasch festgelegt. Zuchwil will seinen ersten Rang verteidigen und als Favorit aus der Pole Position starten. Aarau setzt alles daran, irgendwie vom 6. Platz bis mindestens auf den 4. Rang vorzurücken, sodass man zumindest im Viertelfinal Heimrecht hätte.

Heimteam mit besserem Start

Das Heimteam startete besser in die Partie. Den Gästen schienen die Feiertage deutlich mehr in den Knochen zu liegen als den Aarauern. Letztere wirkten fidel, lebendig und spritzig, somit gehörten auch ihnen die ersten guten Abschlussmöglichkeiten. Zuchwil wurde erstmals gefährlich, als der vierte Block Eiszeit bekam. Die Linie mit Tobias Lüthi, Christen und Hojac traf sogleich aus einem Gestocher heraus. Fabian Christen darf sich als ersten Torschützen 2013 für den EHC Zuchwil Regio bezeichnen. Doch der Vorsprung hielt nicht lange, die Aargauer bekamen einen gerechten Lohn für ihr bisher beherztes Auftreten. Boris Neher traf in der 11. Minute zum 1:1. Allerdings ging der Favorit in der 17. Minute nochmals in Front, Born traf im Powerplay. Aus Aarauer Sicht war der Rückstand zur ersten Pause absolut unnötig.

Aarau gleicht erneut aus

Unmittelbar als der Match wieder lief, bekamen die Gäste einen Weckruf. Aarau versuchte prompt auf den Ausgleich zu drücken und schoss aus allen Lagen. Da zuerst Goalie Pfister noch nicht bei der Sache war und auch die gesamte erste Linie schlecht stand, hiess es durch Simmen rasch 2:2. Zuchwil musste jetzt mehr machen, denn die Gastgeber waren bislang stärker und mit einer Niederlage wollte man sicher nicht ins neue Jahr starten. Der Leader machte tatsächlich mehr und die beiden Backs Malicek und Leisi stellten erstmals einen Zwei-Tore-Vorsprung her. Der junge Leisi zeigte dabei einen herrlichen Sololauf à la Mark Streit. Die Hierarchie war hergestellt, die Eisherren kämpften aber nach wie vor überzeugend. Allerdings kamen sie aber nie an Hexer Pfister vorbei. Auch beinahe fünf Minuten in doppelter Überzahl konnte die With-Truppe nicht in Zählbares ummünzen. So blieb es in der zweiten Pause 2:4.

Harte Arbeit

Wie meist gab es im Schlussabschnitt keine Korrekturen, sofern Zuchwil Regio zuvor bereits den Grundstein für den Erfolg gelegt hat. Einziger Torschütze war in der 48. Minute Von Dach zum Endskore von 2:5. Schliesslich ein deutliches Verdikt für den Favoriten. Wer die Begegnung jedoch gesehen hat, weiss, dass Zuchwil hart arbeiten musste und sich Aarau auf einem guten Weg befindet.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1