Fussball
Mit breiter Brust in die U19-EM-Qualifikation in Manchester

Die Schweizer U19-Nati gewinnt das Testspiel in Grenchen gegen Estland mit 4:0. Trainer Gérard Castella ist optimistisch für das EM-Qualifikationsturnier gegen England, Slowenien und Montenegro. Für die EM-Endrunde braucht es den Gruppensieg.

Luca Muntwyler
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Der Schweizer Michael Frey im Estland-Sandwich.

Der Schweizer Michael Frey im Estland-Sandwich.

Marcel Bieri

Die Schweizer U19-Nationalmannschaft traf im Stadion Brühl in Grenchen in einem Testspiel auf Estland. Die Partie galt als Vorbereitung für ein Qualifikationsturnier, bei dem es gilt, sich für die EM-Endrunde in Estland zu qualifizieren. Dieser Test ist dem Schweizer Nachwuchs geglückt. Die Auswahl konnte sich mit 4:0 durchsetzen.

Nach dem Sieg über Estland kann Trainer Gérard Castella mit seinem Team optimistisch in das EM-Qualifikationsturnier vom 25. bis 30. Mai in Manchester gehen. Dort gilt es, sich gegen England, Slowenien und Montenegro durchzusetzen, um bei einem allfälligen Gruppensieg an der EM-Endrunde im Juli teilnehmen zu können.

Überlegenheit effizient ausgenutzt

Die Eidgenossen starteten verhalten in die Partie. Es vergingen zehn Minuten, bis die Schweizer zum ersten Mal gefährlich vor dem gegnerischen Tor auftauchten. Auch in der Folge kam die Auswahl zu einigen Chancen, konnte aber ihre Vorteile nicht nutzen. Bis zur 27.Minute. Nach einem Eckball zappelte der Ball im Netz – Torschütze war Arlind Ajeti.

In der zweiten Hälfte brauchte Mattia Desole nicht lange, um den Spielstand zu erhöhen. Seine leicht missglückte Flanke wurde zum unhaltbaren Lupfer. Danach konnten die Schweizer ihre Überlegenheit weiter ausnutzen. Mike Kleiber erzielte in der 58. Minute das 3:0. Den Schlusspunkt setzte Captain Silvan Widmer mit einem verwerteten Foulelfmeter.

Zuschauer als Wermutstropfen

Es war nicht das erste Mal, dass der FC Grenchen eine Partie einer U-Nationalmannschaft austragen durfte. Bereits im letzten Jahr organisierten die Verantwortlichen ein U18-Spiel gegen Frankreich. Da bei dieser Begegnung alles geklappt hat, wurde die Anfrage auf eine erneute Austragung eines Länderspiels angenommen.

«Es ist schön, dass wir wieder so einen Anlass durchführen konnten», erklärt Mario Bernasconi, der Vorsitzende der Grenchner Geschäftsleitung. «Wichtig war uns, dass die Leute über Fussball und den FC Grenchen reden.» In der Tat war die Resonanz damals im Spiel gegen Frankreich nicht gerade umwerfend. Lediglich 700 Zuschauer fanden den Weg ins Stadion Brühl.

Auch in der gestrigen Partie fehlten die zahlreichen Anhänger. Nur gerade mal 250 Zuschauer traf man an. «Das ist schade, da die Nachwuchsförderung in der Schweiz viel bringt», meinte Bernasconi. Das wissen auch einige Talent-Scouts, die sich unter die Anwesenden gemischt haben. Tatsächlich stehen neben vielen Super-League-Akteuren auch Auslandsöldner wie U17-Weltmeister Sead Hajrovic von Arsenal London im Kader.

Die magere Zuschauerzahl ist auch unglücklich für den Klub, da die Matcheinnahmen der Vereinskasse zugutekommen. «Viel schaut nicht raus, aber immerhin hatten wir sehr wenig Kostenaufwand», erwähnt Bernasconi.

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