Volleyball NLA

Mit exotischem Mix zum Meistertitel

Volley Schönenwerd setzt in dieser Saison auf internationale Klasse. Ein Albaner, ein Argentinier und ein Bahamaer sollen das Team von Neo-Trainer Bogdan Kotnik an die Spitze des Schweizer Volleyballs führen.

Volley Schönenwerd setzt in dieser Saison auf internationale Klasse. Die Mannschaft von Neo-Trainer Bogdan Kotnik startet erstmals mit drei Ausländern in die Meisterschaft. Ein Albaner, ein Argentinier und ein Bahamaer sollen Schönenwerd an die Spitze des Schweizer Volleyballs führen.

«Die Zusammenstellung des Teams ist uns gut gelungen und wir haben drei gute Ausländer geholt», sagt Sportchef Bujar Dervisaj. Bei der Suche nach ausländischen Verstärkungen hilft sein ausgezeichnetes Netzwerk. Er kennt viele Trainer persönlich und informiert sich direkt bei ihnen, wenn er sich für einen Spieler interessiert.

Ein bekanntes Gesicht für Volley Schönenwerd

Shonari Hepburn kennt die Schweiz bereits. Vor seinem Wechsel zu Schönenwerd spielte der 2.01m grosse Mittelblocker bei Volley Luzern. Er soll im Angriffsspiel zusätzliche Optionen bieten. Seine Stärken sind ein guter Service und ein starker Block. Der 27-Jährige ist zudem ein sehr athletischer Spieler. Bei Schönenwerd möchte er dort weitermachen, wo er letzte Saison aufgehört hat. «Ich war einer der besten Mittelblocker der Liga», sagt er selbstbewusst. Über seinen Wechsel innerhalb der Liga sagt Hepburn: «Ich bin mehr als glücklich, hier zu sein. Bujar nahm Kontakt zu mir auf, weil er mich in seinem Team wollte. Danach befragte ich meinen Trainer in Luzern über Schönenwerd. Da er nur Gutes erzählte, entschloss ich mich für diesen Schritt.»

Auf der Position des Diagonalangreifers wurde der Argentinier German Johansen verpflichtet. Der Linkshänder verfügt über einen harten Service und ist ein Mann für die komplizierten Bälle. Seine letzte Station war America Volley in Brasilien. Im Vergleich zu Südamerika «ist die Schweiz eine andere Welt». Es sei für ihn unglaublich, hier zu sein. «Es herrscht ein angenehmes Klima und ich geniesse es, nach dem Aufstehen die Berge zu sehen.» Seinen Wechsel bereut der 25-Jährige keine Sekunde. «Mir gefällt es hier sehr. Die Leute sind sehr freundlich.» Auch von seinem neuen Arbeitgeber ist Johansen überzeugt. Besonders die Zusammenarbeit mit Trainer Bogdan Kotnik überzeugt ihn. «Er ist ein sehr professioneller Trainer mit viel Erfahrung. Er geht auch individuell auf die einzelnen Spieler ein.» Für die kommende Spielzeit steckt sich der zwei Meter grosse Angreifer hohe Ziele. «Wir versuchen jedes Spiel zu gewinnen und wollen Meister und Cupsieger werden.»

Ein Neuzugang mit viel internationaler Erfahrung

Grosse Ambitionen hat auch der dritte Neuzugang Redjo Koci. Der albanische Nationalspieler verstärkt Volley Schönenwerd auf der Annahmeposition. «Ich bin hierhergekommen, um Titel zu gewinnen.» Er möchte zu den besten fünf Spielern der Liga gehören und die Meisterschaft sowie den Cup gewinnen. Dank mehrerer Stationen im Ausland verfügt der 2.03m grosse Mann über reichlich internationale Erfahrung. Damit soll er auch seinen Mitspielern helfen. Der 26-Jährige spielt effizient und bringt neben seiner Grösse auch die nötige Athletik mit, die auf dieser Position gebraucht wird. «Ich bin glücklich, hier zu sein. Ich mag die Stadt und die Leute.» Auch in seiner neuen Mannschaft fühlt sich Koci sehr wohl. «Die Jungs unterstützen mich super und wir vertrauen einander. Wir sind wie eine grosse Familie.» Für die neue Saison sieht er das Team gut vorbereitet. «Ich kann es kaum erwarten, dass es endlich losgeht.»

Auch Sportchef Dervisaj freut sich auf die kommende Spielzeit. Bereits letzte Saison war man sportlich als Zweitplatzierter gut unterwegs, ehe die Saison wegen des Coronavirus abgebrochen wurde. Deshalb sind auch dieses Jahr die Ziele hoch angesetzt, zumal sich das Team qualitativ noch einmal verbessert hat. «Mit dieser Konstellation muss das Ziel der Playofffinal sein.»

Im Vergleich zum Vorjahr sei die Mannschaft «viel stärker». «Es ist vielleicht das stärkste Team, das Volley Schönenwerd jemals hatte. Darum wollen wir diese Saison einen Pokal in den Händen haben.» Die Mission Meistertitel startet für Volley Schönenwerd am 10. Oktober in Luzern. Für Mittelblocker und Neuzugang Shonari Hepburn wird es ein Wiedersehen mit alten Kollegen.

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