Swiss League

Positiver Corona-Fall beim EHC Olten - Team und Staff in Quarantäne

Nun hat es also auch den EHC Olten erwischt: Ein Spieler der Powermäuse ist positiv getestet worden. Spieler und Staff müssen sich für zehn Tage in Quarantäne begeben. Das vermeldete der Klub am Sonntagnachmittag.

Um welchen Spieler es sich handelt, wird – genauso wie bei anderen Sportklubs – nicht bekannt gegeben. Klar ist: Der entsprechende Spieler fühlte sich noch in der Garderobe nach dem Spiel in Langenthal (3:4) nicht mehr wohl, klagte über Kopfschmerzen und anderen bekannten Corona-Symptomen. Als es ihm am Samstagmorgen noch immer nicht besser erging, liess er sich testen. Das Resultat des Coronatests: Positiv. Daraufhin wurden intern alle informiert, Spieler, Trainerstaff und weitere Teammitglieder wie etwa der Materialwart, begaben sich umgehend in Quarantäne.

Der Coronaverantwortliche des Klubs, CEO Patrick Reber, informierte daraufhin den Kantonsarzt, der die Quarantäne quasi noch offizialisierte. 10 Tage lang werden all jene zu Hause bleiben müssen, die mit dem betroffenen Spieler mehr als eine Viertelstunde Kontakt hatten.

16 Spiele verschoben in 11 Tagen

Alle Spieler werden sich in dieser Woche erneut testen lassen müssen, um die Frage zu klären, ob sich noch weitere Personen infiziert haben. Bis spätestens Mitte Woche erhofft sich der EHC Olten diesbezüglich Klarheit. Bis jetzt waren die Oltner als eine von wenigen Swiss- League-Mannschaften weder von positiven Fällen noch von Spielverschiebungen betroffen gewesen. Vor dem EHCO hatten sich bereits die GCK Lions, der HC Sierre, der EHC Visp und der EHC Winterthur in Quarantäne begeben müssen.

Es war also bloss noch eine Frage der Zeit, bis das Virus auch beim EHC Olten Einzug hält. Es scheint nicht mehr als die logische Schlussfolgerung auf die Fälle in anderen Klubs zu sein, gegen die man in den vergangenen Tagen gespielt hatte. Man dürfte wohl nie in Erfahrung bringen, wo sich der Spieler infiziert hatte, doch die Vermutung liegt nahe, dass es eben in den Spielen gegen Sierre oder Visp geschah. So oder so: Die ganze Angelegenheit hat zur Folge, dass drei Meisterschaftsspiele des EHC Olten verschoben werden müssen: Am Dienstag gegen Thurgau, am Freitag in La Chaux-de-Fonds und am Sonntag gegen Langenthal.

Damit mussten in der Swiss League mittlerweile bereits 16 Spiele verschoben werden, die innert 11 Tagen hätten gespielt werden sollen. Die Frage kommt auf, ob die Fortführung der Meisterschaft unter solchen Umständen überhaupt noch Sinn macht oder ob die Klubs nicht besser die Notbremse ziehen und die Meisterschaft für einige Tage, vielleicht auch Wochen, unterbrechen sollten.

Ein kleines Trostpflaster: Die Quarantänezeit des Teams gewährt dem EHC Olten nun ein bisschen Zeit, sich zurückzulehnen, durchzuatmen und die Entwicklungen vielleicht auch aus unterschiedlichen Perspektiven zu verfolgen. Denn mit den drei Spielverschiebungen und der Nationalmannschaftspause, in welcher alle Natitermine abgesagt wurden, steht der nächste Pflichttermin erst in zweieinhalb Wochen wieder auf dem Programm: Am Mittwoch, 11. November, soll der EHC Olten auf Kloten treffen.

Trainer Fredrik Söderström, der nun bereits zum zweiten Mal eine zehntägige Quarantäne absolviert, veröffentliche nach der Bekanntgabe ein malerisches Herbstbild, das die Aussicht von seinem Balkon zeigt. Er scheint den Humor nicht verloren zu haben: «Ein Kaffee auf dem Balkon mit dieser Aussicht ist ein Trost im Elend. Es wird eine Tortur, aber wir hoffen auf das Beste. Zumindest hatte ich Zeit, den Kühlschrank mit Leckereien zu füllen, von denen einige ungesünder sind als andere. Ich schaffe ein paar Tage mit vollem Magen», schrieb der Schwede und meinte: «Ich bin dankbar für den professionellen Umgang der Ärzte und Behörden. Wir haben uns so gut wie möglich davor geschützt und können nur auf das Beste hoffen, dass niemand mehr krank wird.»

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Kan inte påstå att det kommer oväntat, men med ett bekräftat fall av covid-19 i truppen så är nu spelare, tränare och övrig stab i karantän. Möjligen kan nya tester komma att förändra situationen, men som det är sagt nu väntar tio dagar i hemmet. Min andra volta, för att prata kriminell svenska. Uppskattar tydligheten från våra doktorer, samt kantonen och myndigheter. Ett professionellt hanterande av en minst sagt bisarr situation. Upplever att vi skött oss så gott det går, i förhållande till alla rutiner. Vi kan bara hoppas på det bästa och att inte fler insjuknar. Vi kan kalla det intuition eller möjligen tur, men hann åtminstone fylla upp kylen och skafferiet med godsaker, vissa mer ohälsosamma än andra. Men jag ska åtminstone inte behöva stryka med av den anledningen. Klarar mig några dagar med mätt mage och ett leende på läpparna. En prövning, men vi hoppas på det bästa. En kaffe på balkongen med den här utsikten är en tröst i eländet. Traurige Nachrichten, aber vielleicht nicht völlig unerwartet. Der bestätigte Fall von Covid-19 im Team bedeutet, dass alle Spieler, Trainer und der Staff jetzt unter Quarantäne gestellt werden müssen. Wir hoffen auf Veränderungen und gute Nachrichten. Aber wir müssen einfach die Situation akzeptieren und die Situation mögen. Dankbar für den professionellen Umgang mit Ärzten und Behörden. Ich genieße einen Kaffee mit einer guten Aussicht vom Balkon!

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Trainer Fredrik Söderström absolviert bereits seine zweite zehntägige Quarantänezeit

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